Lexikon für den Ori-Sport
Dieses Lexikon bietet Hilfe an, wenn es um Begriffsdefinitionen geht. Man muss gerade als Anfänger auch nicht alles wissen. Vieles ist sehr speziell und kommt nur bei wenigen Veranstaltungen vor. Sollte euch etwas auffallen, bitten wir um Nachricht.
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Ein Abzweig ist eine von einer anderen Straße abgehende (abzweigende) Straße. Der Winkel des Abzweiges kann von spitz nach hinten bis schräg nach vorne variieren. |
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So bezeichnet man das Abbiegen an einer Kreuzung gemäß nebenstehendem Bild. Durch diese Form des Abbiegens wird das Kreuzen der Fahrspuren vermieden. Amerikanisches Abbiegen an Kreuzungen ist grundsätzlich erlaubt. Es sei denn, der Veranstalter verbietet es ausdrücklich. |
| Bei Aufgabenstellungen auf Folie müssen
die Anlegehilfen mit den entsprechenden Wörtern oder Zahlen auf der Karte in
Deckung gebracht werden. In nebenstehendem Beispiel sind die Wörter Anlegehilfen. In den 80er Jahren und davor musste oft genug eine Aufgabe von normalem Papier auf Folie übertragen werden, bevor sie zu lösen war. Bei den heute üblichen, meist farbig eingedruckten Skizzen oder bei Kartenausschnitten geben Topografische Bezeichnungen Aufschluss über die Lage des Kartenausschnittes. |
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Aufgabe
Eine Aufgabenstellung wird in Aufgaben
gegliedert. Jede Aufgabe besteht aus einem oder mehreren Aufgabenteilen (z. B.
Striche, Punkte, Chinesenzeichen, Fischgräte usw.)
Aufgabe
nach Karte
Diese Aufgaben müssen nach den in der Karte verzeichneten Straßen und Wegen
gefahren werden. Es wird entweder nach Übersichtskarte
oder nach Kartenausschnitt
gefahren.
Aufgabe
nach Kartenausschnitt
Diese Aufgaben werden nach dem zugehörigen Kartenausschnitt, in dem sie meist
eingezeichnet sind, gelöst. Der Kartenausschnitt kann von dem Straßenverlauf
der Übersichtskarte abweichen (z. B. durch
einen anderen Maßstab oder eine ältere Karte)
Aufgaben
nach Natur
Zumeist handelt es sich bei diesen Aufgaben um Chinesen oder Fischgräten.
Anfang und Ende sind in der Karte angegeben. Dazwischen sind die entsprechenden
Zeichen nach Natur zu fahren, d. h. es muss vor Ort nach Straßen oder Wegen
gesucht werden, die bei dieser Aufgabe berücksichtigt sind. Oft sind nur kleine
Dreiecke zu umfahren, in denen sich Kontrollen verbergen.
Aufgabenstellung
/ Fahrtauftrag
Bezeichnet eine Aufgabe oder alle Aufgaben zusammen.
Die Aufgabenstellung für die Teilnehmer der Klasse A wird grundsätzlich nach
den Musteraufgaben der Grundausschreibung
ausgearbeitet und ist relativ einfach. Die Klassen B und C erhalten identische
Aufgabenstellungen.
Aufgabenteil
Teil einer Aufgabe (z. B. Pfeil, Strich,
Punkt, Chinesenzeichen, Fischgräte usw.).
Ausführungsbestimmungen
/ Durchführungsbestimmungen / Fahrvorschriften
Besondere, für die jeweilige
Veranstaltung geltende Bestimmungen. Die Ausführungsbestimmungen gelten auf
Grundlage der Grundausschreibung des ADAC.
Aushang
Vor dem Start informiert der Veranstalter
über Besonderheiten.
Nach dem Start werden Idealstrecke, Idealbordkarte und Ergebnisse ausgehängt.
Auslassen
von Kontrollen
Siehe "Wertung".
Autostraße
/ Autobahn
Siehe Kapitel "Kartenkunde".
Bordbuch
Begriff aus der Automobil-Rallye. Im Bordbuch werden heute die
Verbindungsetappen zwischen den Wertungsprüfungen (WPs) dargestellt. Im
Ori-Sport wird die Aufgabenstellung / der Fahrtauftrag mit "Bordbuch"
bezeichnet, wenn es sich um eine geheftete oder gebundene Ausführung handelt.
Bordbuchzeichen
Siehe Kapitel "Chinesenzeichen".
Bordkarte
Karte, auf der Name und Startnummer
einzutragen sind. Auf der Bordkarte stempeln SKs und DKs. OKs müssen per Hand
jeweils in das nächste frei Feld eingetragen werden. Anhand der Bordkarte wird
die richtige Reihenfolge der Kontrollen überprüft.
Radierungen oder Streichungen der Einträge führen zu Wertungsausschluss. Man kann
bei den Eintragungen in die Bordkarte zwischen Kugel- oder Filzschreiber wählen.
Eintragungen mit Bleistift sind grundsätzlich verboten!
Bundesstraßen
Rot auf Topografischen Karten
dargestellte Straßen. Kennzeichnung durch B mit folgender Zahl. Siehe Kapitel "Kartenkunde".
Chinesenzeichen
Siehe Kapitel "Chinesenzeichen".
Counter / Tripmaster / Twinmaster / 10m-Rolle
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Zusatzgerät im Auto zum 10m-genauen Abmessen einer gefahrenen Strecke. Aktuelle Geräte funktionieren elektronisch und werden entweder an den Tacho-Geber angeschlossen oder es wird ein zusätzlicher Geber z. B. an der Antriebswelle montiert. In Fahrzeugen mit Tachowelle kann ein Winkelgetriebe eingesetzt werden. Die Preise der Geräte starten bei ca. 150,- €. Zu finden in fast jeder Suchmaschine unter dem Begriff "Tripmaster". |
Fahrtzeit
/ Organisationszeit
Vom Veranstalter festgelegte Zeit für
das Lösen der Aufgaben und das Abfahren der Strecke vom Start bis zum Ziel.
Zusätzlich wird eine Karenzzeit eingerichtet.
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Eine Kreuzung mit fünf Einmündungen. Vergleiche auch das Kapitel "Sprung" |
Gabelung / Zwille
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Eine Weggabelung in Form einer Zwille. |
Gleichmäßigkeitsprüfung
Gleichmäßigkeitsprüfungen werden bei
Orientierungsfahrten, in der Regel als Sonderaufgabe eingesetzt. Wie der Name
schon sagt, ist eine Strecke mit möglichst gleichmäßiger Geschwindigkeit zu
fahren. Eine Schnitttabelle ist hierbei
hilfreich.
Drei unterschiedliche Arten der Gleichmäßigkeitsprüfung sind denkbar:
Zeitmessung per Lichtschranke am Start und am fliegend zu durchfahrenden bekannten Ziel.
Zeitmessung auf einem Rundkurs per Lichtschranke an bekannter und mindestens zweimal zu durchfahrender Stelle.
Zeitmessung an einem geheimen Punkt einer vorgegebenen Strecke per Lichtschranke.
Die Frage ist nun: Wann muss der jeweilige Messpunkt durchfahren werden? Zur Beantwortung sollte der Veranstalter mindestens zwei von drei möglichen Angaben machen (Durchschnittsgeschwindigkeit, Streckenlänge, erforderliche Fahrtzeit). Ist nur die Durchschnittsgeschwindigkeit angegeben, sind entweder elektronische Helfer oder die Professionalität des Beifahrers gefragt. Siehe auch "Schnittabelle".
Grundausschreibung
Grundausschreibung des ADAC Weser-Ems und
des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt ist Grundlage jeder Orientierungsfahrt in
Niedersachsen. Die aktuelle Grundausschreibung kann beim ADAC Weser-Ems oder
ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt bestellt werden,
liegt bei den Veranstaltungen aus und ist unter folgendem Link in Form eines 1,2
MB großen pdf-files
zu finden.
Hauptwege
In den Karten 1:25.000 und 1:50.000
doppellinig durchgezogener Weg. Kann in der Breite variieren. (Siehe Kapitel "Kartenkunde")
Hofeinfahrten /
Hofzufahrten
Wege, die auf einem Gehöft enden. Besonders bei
Fischgräten oder Chinesenzeichen ist es wichtig, ob diese Wege auch
berücksichtigt werden sollen.
Gehen die Zufahrten über den Hof hinweg, ergibt sich also das Bild von
ununterbrochen durchgezogenen Linien auf beiden Seiten des Weges, handelt es
sich um einen Hauptweg. Führt der Weg über einen Platz, der durch
Hofbegrenzungen (dünnere Linie) definiert ist, geht der Hauptweg nicht durch.
Ist man auf der Suche nach einer kürzeren Verbindung, kann dies von
entscheidender Bedeutung sein. Achtung! Die Sichtweise mit dem Platz teilen
nicht alle Fahrtleiter. Im Notfall muss nachgefragt werden.
Idealstrecke
Haben die Teilnehmer die Verbindungen
zwischen Aufgaben und Aufgabenteilen richtig erkannt, befinden sie sich auf der
Idealstrecke und sollten alle Kontrollen in der vorschriftsmäßigen Reihenfolge
finden.
Karenz
Neben der Fahrtzeit
steht den Teilnehmern die Karenzzeit zur Verfügung. Karenz kommt aus dem
Lateinischen und bedeutet so viel wie "Nichthaben" oder
"Entbehren". Es ist also die Zeit, die man eigentlich doch nicht hat,
da bei Strafpunktgleichheit nach der Fahrt die Länge der in Anspruch genommenen
Karenzzeit über die Platzierung entscheidet.
Karten
Siehe Kapitel "Kartenkunde".
Kartenausschnitt
Ausschnitt aus einer Karte, in dem oft
Aufgabenteile eingedruckt sind. Siehe Kapitel "Kartenkunde".
Kartenfehler
Siehe Kapitel "Unpassierbarkeit".
Klasseneinteilung
Es erfolgt eine Klasseneinteilung gemäß der aktuellen Klasseneinteilungsliste
des ADAC Weser-Ems e.V. in drei Klassen:
Klasse A: Anfänger (Fahrer und Beifahrer)
Nachwuchsfahrer mit vereinfachter Aufgabenstellung
Klasse B: Fortgeschrittene
Klasse C: Experten
Setzt sich ein Team aus unterschiedlichen Klassenzugehörigkeiten zusammen, so
ist in der höheren Klasse zu starten.
In der Klasse S "Schnupperklasse"
können mehr als zwei Teilnehmer eine Fahrzeugbesatzung bilden. Hier können
auch Newcomer mit einem "alten Hasen" fahren, ohne gleich gegen die
starke Konkurrenz aus Klasse B oder C antreten zu müssen.
Kontrollen
Mit Hilfe der Kontrollen wird festgestellt, ob die Teilnehmer
sich auf der Idealstrecke befunden haben. Eine fehlende oder zuviel
gestempelte/notierte Kontrolle wird mit 10 Strafpunkten bestraft. Eine fehlende
DK mit 20 Strafpunkten.
Durchfahrtskontrollen
(DK): Mit einem Stellschild „DK" gekennzeichnete, mit einem
Sportwart besetzte Kontrolle. Durchfahrtskontrollen dienen dem Veranstalter
zur Übersicht, wann alle Teilnehmer ein Gebiet verlassen haben, damit die
Kontrollposten nicht unnötig lange warten müssen. Es wird die Bordkarte
einbehalten.
Kreisstraßen
Siehe Kapitel "Kartenkunde".
Kreisverkehr
Kreisverkehre sind oft nicht in den Karten dargestellt,
geraten aber bei Verkehrsplanern immer mehr in Mode. Nach der Grundausschreibung
ist ein laut Karte nicht vorhandener Kreisverkehr als Kreuzung zu behandeln. Oft
weisen die Veranstalter aber auch durch entsprechende Skizzenteile auf einen
Kreisverkehr hin:
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Aufgabe: Lösung: |
Kreuzen
Siehe Kapitel "Kreuzen"
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Zwei Straßen treffen aufeinander und bilden die Form eines Kreuzes. Treffen die Seitenlinien von zwei sich gegenüberliegenden Straßen nicht aufeinander, sprechen wir von einer versetzten Kreuzung. |
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Kreuzungszeichen
Siehe Kapitel "Chinesenzeichen".
kürzeste Gesamtstrecke
Siehe Kapitel "Verbindung".
kürzester Weg
Siehe Kapitel "Verbindung".
Landesstraßen
Siehe Kartenkunde.
Legende
Legenden
dienen als Erläuterung zu den Symbolen, Markierungen, Straßen oder Wegen auf
den Karten. Für den 50.000er Maßstab gelten andere Straßendarstellungen als
für den 25.000er Maßstab. Es gibt also unterschiedliche Legenden.
In den Legenden kann man erkennen, welche Straßen auf der Karte zu benutzen
sind. Wie die Straßen und Wege, die laut Ausführungsbestimmungen befahren
werden dürfen, in der Karte dargestellt sind (z.B. doppelstrichig, einstrichig,
gestrichelt).
Siehe Kapitel "Kartenkunde"
Leiterrallye
Siehe
Kapitel "Leiterrallye".
Maßstabswechsel
Wir
sprechen von Maßstabswechsel, wenn wir von einer Karte z.B. im Maßstab
1:25.000 auf eine andere Karte z. B. im Maßstab 1:50.000 wechseln. Dabei ist es
entscheidend, nach welcher Karte nun während des Wechsels gefahren wird. Nach
"altem" oder nach "neuem" Maßstab. Oder wird nach der
Übersichtskarte gefahren. Für Niedersachsen wird, sofern in den
Durchführungsbestimmungen nichts anderes definiert ist, nach zuletzt benutztem
Maßstab gefahren.
Meisterschaft
des ADAC Weser-Ems
Hier werden die ADAC-Mitglieder
geehrt, die Mitglied in einem Ortsclub sind und jeweils in der Klasse A, der
Klasse B und der Klasse C bei den Orientierungsfahrten im ADAC Weser-Ems
innerhalb eines Jahres am besten abgeschnitten haben.
Niedersachsenmeisterschaft
Zu dieser Meisterschaft
werden sechs Orientierungsfahrten aus Niedersachsen gewertet.
Nord OM
Norddeutsche
Orientierungsmeisterschaft - Hier wird der Norddeutsche
Orientierungsmeister bei 15 Veranstaltungen in und um Niedersachsen
ausgefahren
West OM
Westdeutsche
Orientierungsmeisterschaft - Hier wird der westdeutsche
Orientierungsmeister hauptsächlich in NRW ausgefahren.
Neben diesen Meisterschaften gibt es noch viele andere regionale Meisterschaften. Siehe auch Rubrik"Termine"
Nachtfahrt
Als Nachtfahrt oder auch NOF
(Nachtorientierungsfahrt) werden die Orientierungsfahrten bezeichnet, die
hauptsächlich im Dunkeln ablaufen. Bei diesen Fahrten ist eine Kartenleselampe
unerlässlich.
Nebenwege
Siehe Kapitel "Kartenkunde".
nicht
vorhandene Wege
Ein Weg ist nicht in der Karte, aber in
der Natur vorhanden. Führt ein Skizzenteil darüber hinweg, ist der Weg zu
fahren. Ist eine Verbindung nach Natur zu suchen, muss man den Weg ebenfalls
benutzen.
Nach dem Befahren gelten die Wege in der Regel als vorhanden, es sei denn, die
Durchführungsbestimmung schließt dies aus.
Eine Standartformulierung lautet: "Einmal gefahrene Wege, die nicht in der
Karte vorhanden sind, gelten nach dem Befahren als Hauptweg in der Karte
vorhanden."
Hier sind nur diejenigen als Hauptweg später vorhanden, die gar nicht in der
Karte verzeichnet sind. Nebenwege bleiben aber Nebenwege. Ein wichtiger Umstand,
wenn zur Verbindung zwischen den Aufgaben und Aufgabenteilen nur
Hauptwege zu benutzen sind.
Papierabnahme
Bei der Papierabnahme werden euch keineswegs die Papiere abgenommen. Es wird
kontrolliert, ob der Fahrer im Besitz eines Führerscheines und das Fahrzeug
zugelassen ist. Bei Fremdfahrzeugen wird Wert darauf gelegt, dass der
Fahrzeughalter eine Verzichtserklärung auf dem Nennungsformular
unterschrieben hat. Ihr erhaltet hier ferner eine oder zwei Bordkarten, die
Durchführungsbestimmungen und das Kartenmaterial.
Pfeilwurm
Siehe Kapitel "Pfeilwurm".
Punktskizze
Siehe Kapitel "Punktskizzen".
Schiedsgericht
/ Schiedsrichter
Wie in jedem Sport wird auch bei
Orientierungsfahrten ein Schiedsrichter benötigt. Entweder ist dies ein vom
Veranstalter bestellter Schiedsrichter oder ein Dreiergremium aus dem
Veranstaltervertreter und zwei von den Teilnehmern
gewählte Beifahrern (einer aus Klasse B, einer aus Klasse C).
Schnitt-Tabelle
Schnitt-Tabellen helfen bei der
Bewältigung von Gleichmäßigkeitsprüfungen.
Aus ihnen lassen sich für eine Durchschnittsgeschwindigkeit die jeweiligen
Fahrtzeiten pro 100 m ablesen. Eine Schnitt-Tabelle bietet Maren Soyka unter orie.de
an. Wer selber rechnen kann und will, wird folgende Formeln nutzen:
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Siegerehrung
Nach dem offiziellen Aushang der
Ergebnisse wird jeder Orientierungsfahrt ein angemessener Ausklang durch die
Ehrung der Sieger und Platzierten gegeben. In der Regel werden reichlich Pokale
überreicht. In der Klasse A oft für 50% der Teilnehmer - manchmal sind die
Veranstalter auch noch großzügiger.
Skizzen
Art der Aufgabenstellung. Genaueres hier.
Skizzenteile
Teil einer Skizze. Genaueres
hier.
Sonderaufgabe
Die Sonderaufgabe dient dazu, bei
eventueller Strafpunktgleichheit und gleicher Inanspruchnahme der Karenzzeit
eine Platzierung für die Vergabe der Pokale festzulegen. Häufig wird von einem
bestimmten Punkt 1 m vorgefahren oder es muss möglichst nah an ein Gatter
gefahren werden. Manchmal ist aber auch eine Gleichmäßigkeitsprüfung zu
lösen.
Start
Der Start ist im Kartenmaterial
angegeben. Es handelt sich bei der Startkontrolle in der Regel um ein Fahrzeug
mit einem Stellschild "Start". Gestartet
wird minutenweise in der Reihenfolge der Startnummern. Erst Startnummer
eins, eine Minute später Startnummer zwei usw. Am Start erhaltet ihr die
Fahrtunterlagen - auch Aufgabenstellung genannt.
Strafpunkte
Wenn die Reihenfolge der Stempel und Eintragungen auf der Bordkarte nicht
stimmt, werden Strafpunkte vergeben. Genaueres unter "Wertung".
Straßen
und Wege
Siehe Kapitel "Kartenkunde".
Streckenskizze
Siehe Kapitel "Streckenskizze".
Streckensperrung
Siehe Kapitel "Unpassierbarkeit".
Strichskizze
Siehe Kapitel "Strichskizze".
Technische
Abnahme
Die technische Abnahme der Fahrzeuge vor
Beginn der Fahrt hat versicherungstechnische Gründe. Die allgemeine
Funktionstüchtigkeit des Fahrzeuges soll überprüft werden. Meistens werden
die Beleuchtung und die Reifen kontrolliert. Dies dient zudem auch der eigenen
Sicherheit. So kann man sich darauf verlassen, dass beim vorausfahrenden
Ori-Fahrzeug die Bremslichter auch tatsächlich funktionieren.
Topografische
Karte 1:25.000
Siehe "Kartenkunde".
Topografische
Karte 1:50.000
Siehe "Kartenkunde".
Tripmaster
Siehe "Counter".
Twinmaster
Siehe "Counter".
Überlappung
Siehe Kapitel "Überlappung".
Unpassierbarkeit
Siehe Kapitel "Unpassierbarkeit".
Verbindung
Grundsätzliches Prinzip der Orientierungsfahrten
ist das richtige Auffinden der Verbindungen zwischen den einzelnen Aufgaben oder
Aufgabenteilen. Dafür ist die in den Aufgaben genannte Karte zu benutzen. In
der Regel ist dabei die kürzeste Verbindung laut Karte unter Berücksichtigung
der Ausführungsbestimmungen und der Straßenverkehrsordnung zu finden. Es kann
für eine Aufgabe aber auch die kürzeste Gesamtsrecke gelten. Haben die
Teilnehmer die Verbindungen richtig erkannt, dann befinden sie sich auf der Idealstrecke
und sollten alle Kontrollen in der vorschriftsmäßigen Reihenfolge aufgefunden
haben.
| Im Beispiel geht die Straße von oben nach unten durch. Die von links nach rechts hat einen Versatz. Man spricht von einer versetzten Kreuzung. Sind die beiden Fahrbahnen nicht mehr gegenüberliegend, spricht man nicht mehr von einer versetzten Kreuzung, sondern von zwei Abzweigen, einer nach links, einer nach rechts. | ![]() |
| Aufgabenbeispiel: Du bist gemäß dem roten Pfeil von unten nach oben gefahren, kommst nun von links und willst die versetzte Kreuzung geradeaus fahren (gemäß blauem Pfeil). Auch wenn "kreuzen" verboten sein sollte, darfst du die versetzte Kreuzung in diesem Fall überqueren, da du genau genommen erst nach links aufbiegen und dann nach rechts abbiegen würdest. Vergleiche auch Kapitel "Kreuzen". |
Wege
Wege sind keine Straßen. Es gibt Hauptwege
und Nebenwege sowie Fuß- oder Radwege.
Siehe auch "Legende"
Wenden
auf der Straße
Sofern nichts anderes definiert ist, darf in
Niedersachsen auf der Straße nicht gewendet werden. Das heißt, dass zur
Lösung der Aufgaben nicht gewendet werden darf. Hat man sich aber verfahren,
oder ist an einem Weg, in den man abbiegen wollte, vorbei gefahren, darf jedes
Team natürlich wenden. Es zählt im Endeffekt nur die Reihenfolge der
Kontrollen, nicht der tatsächlich gefahrene Weg.
Wertung
Mit Hilfe der
Kontrollen wird kontrolliert, ob die Teilnehmer sich auf der Idealstrecke
befunden haben.
Fehlen auf der Bordkarte Kontrollen oder sind welche zuviel, werden dafür
Strafpunkte vergeben, man spricht vom
Vorholen: Eine Kontrolle wird zu früh angefahren;
Nachholen: Eine Kontrolle wird zu spät angefahren;
Auslassen: Eine Kontrolle wird gar nicht angefahren.
Sieger ist das
Team mit den geringsten Strafpunkten. Bei Punktgleichheit zählt:
a. die Länge der in Anspruch genommenen Karenz,
b. das bessere Ergebnis in der Sonderaufgaben.
Für Weser-Ems gilt folgende Wertungstabelle
| Auslassen oder Vorholen einer Durchfahrtskontrolle (DK) | 20 Strafpunkte |
| Auslassen oder Vorholen einer SK | 10 Strafpunkte |
| Auslassen oder Vorholen einer OK | 10 Strafpunkte |
| Zuviel gestempelte SK | 10 Strafpunkte |
| Zuviel notierte OK | 10 Strafpunkte |
| Auslassen der Zielkontrolle | keine Wertung |
| Überschreiten der Karenzzeit | keine Wertung |
| Beteiligung an einem Verkehrsunfall | keine Wertung |
| Verlust oder eigenmächtige Änderung der Bordkarte(n) | keine Wertung |
| Polizeiliche Eintragung in der Bordkarte | keine Wertung |
Ziel
Hiermit ist eine Zielkontrolle, die
letzte Kontrolle einer Orientierungsfahrt gemeint. Hier wird die Bordkarte
abgegeben und die Fahrtzeit eingetragen. Hat man die Fahrtzeit
plus Karenzzeit (i.d.R. 3 Stunden + 1 Stunde Karenz)
überschritten, ist man nicht mehr in Wertung. Also gilt es innerhalb der
vorgegebenen Zeiten die Zielkontrolle, die normalerweise im Kartenmaterial
angegeben ist, anzusteuern.
zwingend
gegenläufig
Von zwingend gegenläufigem Fahren
sprechen wir, wenn ein vorher befahrener Weg zwingend in der entgegengesetzten
Richtung befahren werden muss. Dies kann durch einen Pfeil vorgeschrieben
werden.
Für Insider: Es wird aber keineswegs ein aufliegender Pfeil zwingend
gegenläufig gefahren, um auf kürzestem Weg zu einem anderen Aufgabenteil zu
kommen.
Siehe auch Kapitel "Gegenläufigkeit".
Von zwingendem
Kreuzen sprechen wir, wenn an einer Kreuzung eine zuvor gefahrene Route
(blau) gekreuzt werden muss (rot). Dies kann durch einen Pfeil oder
Strich aber auch durch symbolisierte Aufgaben (Chinese) vom Veranstalter
vorgeschrieben werden. |
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