Lexikon für den Ori-Sport

Dieses Lexikon bietet Hilfe an, wenn es um Begriffsdefinitionen geht. Man muss gerade als Anfänger auch nicht alles wissen. Vieles ist sehr speziell und kommt nur bei wenigen Veranstaltungen vor. Sollte euch etwas auffallen, bitten wir um Nachricht.

Abzweig

Ein Abzweig ist eine von einer anderen Straße abgehende (abzweigende) Straße. Der Winkel des Abzweiges kann von spitz nach hinten bis schräg nach vorne variieren.

Amerikanisch Abbiegen

So bezeichnet man das Abbiegen an einer Kreuzung gemäß nebenstehendem Bild. Durch diese Form des Abbiegens wird das Kreuzen der Fahrspuren vermieden. Amerikanisches Abbiegen an Kreuzungen ist grundsätzlich erlaubt. Es sei denn, der Veranstalter verbietet es ausdrücklich.

Anlegehilfe

Bei Aufgabenstellungen auf Folie müssen die Anlegehilfen mit den entsprechenden Wörtern oder Zahlen auf der Karte in Deckung gebracht werden. 
In nebenstehendem Beispiel sind die Wörter Anlegehilfen.
In den 80er Jahren und davor musste oft genug eine Aufgabe von normalem Papier auf Folie übertragen werden, bevor sie zu lösen war.
Bei den heute üblichen, meist farbig eingedruckten Skizzen oder bei Kartenausschnitten geben Topografische Bezeichnungen Aufschluss über die Lage des Kartenausschnittes.


Ausschnitt aus einer Aufgabenstellung aus dem Jahr 1992

Aufgabe
Eine Aufgabenstellung wird in Aufgaben gegliedert. Jede Aufgabe besteht aus einem oder mehreren Aufgabenteilen (z. B. Striche, Punkte, Chinesenzeichen, Fischgräte usw.)

Aufgabe nach Karte
Diese Aufgaben müssen nach den in der Karte verzeichneten Straßen und Wegen gefahren werden. Es wird entweder nach Übersichtskarte oder nach Kartenausschnitt gefahren.

Aufgabe nach Kartenausschnitt
Diese Aufgaben werden nach dem zugehörigen Kartenausschnitt, in dem sie meist eingezeichnet sind, gelöst. Der Kartenausschnitt kann von dem Straßenverlauf der Übersichtskarte abweichen (z. B. durch einen anderen Maßstab oder eine ältere Karte)

Aufgaben nach Natur
Zumeist handelt es sich bei diesen Aufgaben um Chinesen oder Fischgräten. Anfang und Ende sind in der Karte angegeben. Dazwischen sind die entsprechenden Zeichen nach Natur zu fahren, d. h. es muss vor Ort nach Straßen oder Wegen gesucht werden, die bei dieser Aufgabe berücksichtigt sind. Oft sind nur kleine Dreiecke zu umfahren, in denen sich Kontrollen verbergen.

Aufgabenstellung / Fahrtauftrag
Bezeichnet eine Aufgabe oder alle Aufgaben zusammen.
Die Aufgabenstellung für die Teilnehmer der Klasse A wird grundsätzlich nach den Musteraufgaben
der Grundausschreibung ausgearbeitet und ist relativ einfach. Die Klassen B und C erhalten identische Aufgabenstellungen.

Aufgabenteil
Teil einer Aufgabe (z. B. Pfeil, Strich, Punkt, Chinesenzeichen, Fischgräte usw.).

Ausführungsbestimmungen / Durchführungsbestimmungen / Fahrvorschriften
Besondere, für die jeweilige Veranstaltung geltende Bestimmungen. Die Ausführungsbestimmungen gelten auf Grundlage der Grundausschreibung des ADAC.

Aushang
Vor dem Start informiert der Veranstalter über Besonderheiten.
Nach dem Start werden Idealstrecke, Idealbordkarte und Ergebnisse ausgehängt.

Auslassen von Kontrollen
Siehe "Wertung".

Autostraße / Autobahn
Siehe Kapitel "Kartenkunde".

Bordbuch
Begriff aus der Automobil-Rallye. Im Bordbuch werden heute die Verbindungsetappen zwischen den Wertungsprüfungen (WPs) dargestellt. Im Ori-Sport wird die Aufgabenstellung / der Fahrtauftrag mit "Bordbuch" bezeichnet, wenn es sich um eine geheftete oder gebundene Ausführung handelt.

Bordbuchzeichen
Siehe Kapitel "Chinesenzeichen".

Bordkarte
Karte, auf der Name und Startnummer einzutragen sind. Auf der Bordkarte stempeln SKs und DKs. OKs müssen per Hand jeweils in das nächste frei Feld eingetragen werden. Anhand der Bordkarte wird die richtige Reihenfolge der Kontrollen überprüft.
Radierungen oder Streichungen der Einträge führen zu Wertungsausschluss. Man kann bei den Eintragungen in die Bordkarte zwischen Kugel- oder Filzschreiber wählen. Eintragungen mit Bleistift sind grundsätzlich verboten!

Bundesstraßen
Rot auf Topografischen Karten dargestellte Straßen. Kennzeichnung durch B mit folgender Zahl. Siehe
Kapitel "Kartenkunde".

Chinesenzeichen
Siehe Kapitel "Chinesenzeichen".

Counter / Tripmaster / Twinmaster / 10m-Rolle


Beispielfoto

Zusatzgerät im Auto zum 10m-genauen Abmessen einer gefahrenen Strecke. Aktuelle Geräte funktionieren elektronisch und werden entweder an den Tacho-Geber angeschlossen oder es wird ein zusätzlicher Geber z. B. an der Antriebswelle montiert. In Fahrzeugen mit Tachowelle kann ein Winkelgetriebe eingesetzt werden. Die Preise der Geräte starten bei ca. 150,- €. Zu finden in fast jeder Suchmaschine unter dem Begriff "Tripmaster".

Fahrtzeit / Organisationszeit
Vom Veranstalter festgelegte Zeit für das Lösen der Aufgaben und das Abfahren der Strecke vom Start bis zum Ziel. Zusätzlich wird eine Karenzzeit eingerichtet.

Fünfsprung

Eine Kreuzung mit fünf Einmündungen. 
Vergleiche auch das Kapitel "Sprung"

Gabelung / Zwille

Eine Weggabelung in Form einer Zwille.

Gleichmäßigkeitsprüfung
Gleichmäßigkeitsprüfungen werden bei Orientierungsfahrten, in der Regel als Sonderaufgabe eingesetzt. Wie der Name schon sagt, ist eine Strecke mit möglichst gleichmäßiger Geschwindigkeit zu fahren. Eine Schnitttabelle ist hierbei hilfreich. 
Drei unterschiedliche Arten der Gleichmäßigkeitsprüfung sind denkbar:

  1. Zeitmessung per Lichtschranke am Start und am fliegend zu durchfahrenden bekannten Ziel.

  2. Zeitmessung auf einem Rundkurs per Lichtschranke an bekannter und mindestens zweimal zu durchfahrender Stelle.

  3. Zeitmessung an einem geheimen Punkt einer vorgegebenen Strecke per Lichtschranke.

Die Frage ist nun: Wann muss der jeweilige Messpunkt durchfahren werden? Zur Beantwortung sollte der Veranstalter mindestens zwei von drei möglichen Angaben machen (Durchschnittsgeschwindigkeit, Streckenlänge, erforderliche Fahrtzeit). Ist nur die Durchschnittsgeschwindigkeit angegeben, sind entweder elektronische Helfer oder die Professionalität des Beifahrers gefragt. Siehe auch "Schnittabelle".

Grundausschreibung
Grundausschreibung des ADAC Weser-Ems und des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt ist Grundlage jeder Orientierungsfahrt in Niedersachsen. Die aktuelle Grundausschreibung kann beim ADAC Weser-Ems oder ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt bestellt werden, liegt bei den Veranstaltungen aus und ist unter folgendem Link in Form eines 1,2 MB großen pdf-files zu finden.

Hauptwege
In den Karten 1:25.000 und 1:50.000 doppellinig durchgezogener Weg. Kann in der Breite variieren. (Siehe Kapitel "Kartenkunde")

Hofeinfahrten / Hofzufahrten
Wege, die auf einem Gehöft enden. Besonders bei Fischgräten oder Chinesenzeichen ist es wichtig, ob diese Wege auch berücksichtigt werden sollen. 
Gehen die Zufahrten über den Hof hinweg, ergibt sich also das Bild von ununterbrochen durchgezogenen Linien auf beiden Seiten des Weges, handelt es sich um einen Hauptweg. Führt der Weg über einen Platz, der durch  Hofbegrenzungen (dünnere Linie) definiert ist, geht der Hauptweg nicht durch. Ist man auf der Suche nach einer kürzeren Verbindung, kann dies von entscheidender Bedeutung sein. Achtung! Die Sichtweise mit dem Platz teilen nicht alle Fahrtleiter. Im Notfall muss nachgefragt werden.

Idealstrecke
Haben die Teilnehmer die Verbindungen zwischen Aufgaben und Aufgabenteilen richtig erkannt, befinden sie sich auf der Idealstrecke und sollten alle Kontrollen in der vorschriftsmäßigen Reihenfolge finden.

Karenz
Neben der Fahrtzeit steht den Teilnehmern die Karenzzeit zur Verfügung. Karenz kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie "Nichthaben" oder "Entbehren". Es ist also die Zeit, die man eigentlich doch nicht hat, da bei Strafpunktgleichheit nach der Fahrt die Länge der in Anspruch genommenen Karenzzeit über die Platzierung entscheidet.

Karten
Siehe Kapitel "Kartenkunde".

Kartenausschnitt
Ausschnitt aus einer Karte, in dem oft Aufgabenteile eingedruckt sind. Siehe Kapitel "Kartenkunde".

Kartenfehler
Siehe Kapitel "Unpassierbarkeit".

Klasseneinteilung
Es erfolgt eine Klasseneinteilung gemäß der aktuellen Klasseneinteilungsliste des ADAC Weser-Ems e.V. in drei Klassen:
Klasse A:
Anfänger (Fahrer und Beifahrer) Nachwuchsfahrer mit vereinfachter Aufgabenstellung
Klasse B:
Fortgeschrittene
Klasse C:
Experten
Setzt sich ein Team aus unterschiedlichen Klassenzugehörigkeiten zusammen, so ist in der
höheren Klasse zu starten. 
In der Klasse S "Schnupperklasse" können mehr als zwei Teilnehmer eine Fahrzeugbesatzung bilden. Hier können auch Newcomer mit einem "alten Hasen" fahren, ohne gleich gegen die starke Konkurrenz aus Klasse B oder C antreten zu müssen.

Kontrollen
Mit Hilfe der Kontrollen wird festgestellt, ob die Teilnehmer sich auf der Idealstrecke befunden haben. Eine fehlende oder zuviel gestempelte/notierte Kontrolle wird mit 10 Strafpunkten bestraft. Eine fehlende DK mit 20 Strafpunkten.

Kreisstraßen
Siehe Kapitel "Kartenkunde".

Kreisverkehr
Kreisverkehre sind oft nicht in den Karten dargestellt, geraten aber bei Verkehrsplanern immer mehr in Mode. Nach der Grundausschreibung ist ein laut Karte nicht vorhandener Kreisverkehr als Kreuzung zu behandeln. Oft weisen die Veranstalter aber auch durch entsprechende Skizzenteile auf einen Kreisverkehr hin:

Aufgabe: 
Fahre auf dem kürzesten Weg von Aufgabenteil zu Aufgabenteil. Einmal gefahrene Wege gelten als in der Karte vorhanden.

Lösung:
Zwischen Pfeil 1 und 3 ist der Kreisverkehr zu fahren. Um das Skizzenteil 2 (roter Kreis) vollständig zu durchfahren, wird eine Runde durch den Kreisverkehr gedreht, bevor man rechts auf Pfeil 3 abbiegt.

Kreuzen
Siehe Kapitel "Kreuzen"

Kreuzung

Zwei Straßen treffen aufeinander und bilden die Form eines Kreuzes.
Treffen die Seitenlinien von zwei sich gegenüberliegenden Straßen nicht aufeinander, sprechen wir von einer versetzten Kreuzung.

Kreuzungszeichen
Siehe Kapitel "Chinesenzeichen".

kürzeste Gesamtstrecke
Siehe Kapitel "Verbindung".

kürzester Weg
Siehe Kapitel "Verbindung".

Landesstraßen
Siehe Kartenkunde.

Legende
Legenden dienen als Erläuterung zu den Symbolen, Markierungen, Straßen oder Wegen auf den Karten. Für den 50.000er Maßstab gelten andere Straßendarstellungen als für den 25.000er Maßstab. Es gibt also unterschiedliche Legenden.
In den Legenden kann man erkennen, welche Straßen auf der Karte zu benutzen sind. Wie die Straßen und Wege, die laut Ausführungsbestimmungen befahren werden dürfen, in der Karte dargestellt sind (z.B. doppelstrichig, einstrichig, gestrichelt).
Siehe Kapitel "Kartenkunde"

Leiterrallye
Siehe Kapitel "Leiterrallye".

Maßstabswechsel
Wir sprechen von Maßstabswechsel, wenn wir von einer Karte z.B. im Maßstab 1:25.000 auf eine andere Karte z. B. im Maßstab 1:50.000 wechseln. Dabei ist es entscheidend, nach welcher Karte nun während des Wechsels gefahren wird. Nach "altem" oder nach "neuem" Maßstab. Oder wird nach der Übersichtskarte gefahren. Für Niedersachsen wird, sofern in den Durchführungsbestimmungen nichts anderes definiert ist, nach zuletzt benutztem Maßstab gefahren.  

Meisterschaft

Neben diesen Meisterschaften gibt es noch viele andere regionale Meisterschaften. Siehe auch  Rubrik"Termine"

Nachtfahrt
Als Nachtfahrt oder auch NOF (Nachtorientierungsfahrt) werden die Orientierungsfahrten bezeichnet, die hauptsächlich im Dunkeln ablaufen. Bei diesen Fahrten ist eine Kartenleselampe unerlässlich.

Nebenwege
Siehe Kapitel "Kartenkunde".

nicht vorhandene Wege
Ein Weg ist nicht in der Karte, aber in der Natur vorhanden. Führt ein Skizzenteil darüber hinweg, ist der Weg zu fahren. Ist eine Verbindung nach Natur zu suchen, muss man den Weg ebenfalls benutzen.
Nach dem Befahren gelten die Wege in der Regel als vorhanden, es sei denn, die Durchführungsbestimmung schließt dies aus.
Eine Standartformulierung lautet: "Einmal gefahrene Wege, die nicht in der Karte vorhanden sind, gelten nach dem Befahren als Hauptweg in der Karte vorhanden."
Hier sind nur diejenigen als Hauptweg später vorhanden, die gar nicht in der Karte verzeichnet sind. Nebenwege bleiben aber Nebenwege. Ein wichtiger Umstand, wenn zur Verbindung zwischen den Aufgaben und Aufgabenteilen
nur Hauptwege zu benutzen sind.

Papierabnahme
Bei der Papierabnahme werden euch keineswegs die Papiere abgenommen. Es wird kontrolliert, ob der Fahrer im Besitz eines Führerscheines und das Fahrzeug zugelassen ist. Bei Fremdfahrzeugen wird Wert darauf gelegt, dass der Fahrzeughalter eine Verzichtserklärung auf dem Nennungsformular unterschrieben hat. Ihr erhaltet hier ferner eine oder zwei Bordkarten, die Durchführungsbestimmungen und das Kartenmaterial.

Pfeilwurm
Siehe Kapitel "Pfeilwurm".

Punktskizze
Siehe Kapitel "Punktskizzen".

Schiedsgericht / Schiedsrichter
Wie in jedem Sport wird auch bei Orientierungsfahrten ein Schiedsrichter benötigt. Entweder ist dies ein vom Veranstalter bestellter Schiedsrichter oder ein Dreiergremium aus dem Veranstaltervertreter und zwei von den Teilnehmern gewählte Beifahrern (einer aus Klasse B, einer aus Klasse C).

Schnitt-Tabelle
Schnitt-Tabellen helfen bei der Bewältigung von Gleichmäßigkeitsprüfungen. Aus ihnen lassen sich für eine Durchschnittsgeschwindigkeit die jeweiligen Fahrtzeiten pro 100 m ablesen. Eine Schnitt-Tabelle bietet Maren Soyka unter orie.de an. Wer selber rechnen kann und will, wird folgende Formeln nutzen:

Schnitt in km/h Strecke in km x 60

erforderliche Zeit in min
Strecke in km 

erforderliche Zeit in min x Schnitt


60

Erforderliche Zeit in min   Strecke in km x 60

Schnitt in km

Siegerehrung
Nach dem offiziellen Aushang der Ergebnisse wird jeder Orientierungsfahrt ein angemessener Ausklang durch die Ehrung der Sieger und Platzierten gegeben. In der Regel werden reichlich Pokale überreicht. In der Klasse A oft für 50% der Teilnehmer - manchmal sind die Veranstalter auch noch großzügiger. 

Skizzen
Art der Aufgabenstellung. Genaueres hier.

Skizzenteile
Teil einer Skizze. Genaueres hier.

Sonderaufgabe
Die Sonderaufgabe dient dazu, bei eventueller Strafpunktgleichheit und gleicher Inanspruchnahme der Karenzzeit eine Platzierung für die Vergabe der Pokale festzulegen. Häufig wird von einem bestimmten Punkt 1 m vorgefahren oder es muss möglichst nah an ein Gatter gefahren werden. Manchmal ist aber auch eine Gleichmäßigkeitsprüfung zu lösen.

Start
Der Start ist im Kartenmaterial angegeben. Es handelt sich bei der Startkontrolle in der Regel um ein Fahrzeug mit einem Stellschild "Start". Gestartet wird minutenweise in der Reihenfolge der Startnummern. Erst Startnummer eins, eine Minute später Startnummer zwei usw. Am Start erhaltet ihr die Fahrtunterlagen - auch Aufgabenstellung genannt.

Strafpunkte
Wenn die Reihenfolge der Stempel und Eintragungen auf der Bordkarte nicht stimmt, werden Strafpunkte vergeben. Genaueres unter "Wertung".

Straßen und Wege
Siehe Kapitel "Kartenkunde".

Streckenskizze
Siehe Kapitel "Streckenskizze".

Streckensperrung
Siehe Kapitel "Unpassierbarkeit".

Strichskizze
Siehe Kapitel "Strichskizze".

Technische Abnahme
Die technische Abnahme der Fahrzeuge vor Beginn der Fahrt hat versicherungstechnische Gründe. Die allgemeine Funktionstüchtigkeit des Fahrzeuges soll überprüft werden. Meistens werden die Beleuchtung und die Reifen kontrolliert. Dies dient zudem auch der eigenen Sicherheit. So kann man sich darauf verlassen, dass beim vorausfahrenden Ori-Fahrzeug die Bremslichter auch tatsächlich funktionieren.

Topografische Karte 1:25.000
Siehe "Kartenkunde".

Topografische Karte 1:50.000
Siehe "Kartenkunde".

Tripmaster
Siehe "Counter".

Twinmaster
Siehe "Counter".

Überlappung
Siehe Kapitel "Überlappung".

Übersichtskarte

Unpassierbarkeit
Siehe Kapitel "Unpassierbarkeit".

Verbindung
Grundsätzliches Prinzip der Orientierungsfahrten ist das richtige Auffinden der Verbindungen zwischen den einzelnen Aufgaben oder Aufgabenteilen. Dafür ist die in den Aufgaben genannte Karte zu benutzen. In der Regel ist dabei die kürzeste Verbindung laut Karte unter Berücksichtigung der Ausführungsbestimmungen und der Straßenverkehrsordnung zu finden. Es kann für eine Aufgabe aber auch die kürzeste Gesamtsrecke gelten. Haben die Teilnehmer die Verbindungen richtig erkannt, dann befinden sie sich auf der Idealstrecke und sollten alle Kontrollen in der vorschriftsmäßigen Reihenfolge aufgefunden haben.

versetzte Kreuzung

Im Beispiel geht die Straße von oben nach unten durch. Die von links nach rechts hat einen Versatz. Man spricht von einer versetzten Kreuzung. Sind die beiden Fahrbahnen nicht mehr gegenüberliegend, spricht man nicht mehr von einer versetzten Kreuzung, sondern von zwei Abzweigen, einer nach links, einer nach rechts.
Aufgabenbeispiel:
Du bist gemäß dem roten Pfeil von unten nach oben gefahren, kommst nun von links und willst die versetzte Kreuzung geradeaus fahren (gemäß blauem Pfeil).
Auch wenn "kreuzen" verboten sein sollte, darfst du die versetzte Kreuzung in diesem Fall überqueren, da du genau genommen erst nach links aufbiegen und dann nach rechts abbiegen würdest. Vergleiche auch Kapitel "Kreuzen".

Wege
Wege sind keine Straßen. Es gibt Hauptwege und Nebenwege sowie Fuß- oder Radwege. 
Siehe auch "Legende"

Wenden auf der Straße
Sofern nichts anderes definiert ist, darf in Niedersachsen auf der Straße nicht gewendet werden. Das heißt, dass zur Lösung der Aufgaben nicht gewendet werden darf. Hat man sich aber verfahren, oder ist an einem Weg, in den man abbiegen wollte, vorbei gefahren, darf jedes Team natürlich wenden. Es zählt im Endeffekt nur die Reihenfolge der Kontrollen, nicht der tatsächlich gefahrene Weg.

Wertung
Mit Hilfe der Kontrollen wird kontrolliert, ob die Teilnehmer sich auf der Idealstrecke befunden haben. Fehlen auf der Bordkarte Kontrollen oder sind welche zuviel, werden dafür Strafpunkte vergeben, man spricht vom

Sieger ist das Team mit den geringsten Strafpunkten. Bei Punktgleichheit zählt:
a. die Länge der in Anspruch genommenen Karenz,
b. das bessere Ergebnis in der Sonderaufgaben.

Für Weser-Ems gilt folgende Wertungstabelle

Auslassen oder Vorholen einer Durchfahrtskontrolle (DK) 20 Strafpunkte
Auslassen oder Vorholen einer SK 10 Strafpunkte
Auslassen oder Vorholen einer OK  10 Strafpunkte
Zuviel gestempelte SK 10 Strafpunkte
Zuviel notierte OK 10 Strafpunkte
Auslassen der Zielkontrolle keine Wertung
Überschreiten der Karenzzeit keine Wertung
Beteiligung an einem Verkehrsunfall keine Wertung
Verlust oder eigenmächtige Änderung der Bordkarte(n) keine Wertung
Polizeiliche Eintragung in der Bordkarte keine Wertung

Ziel
Hiermit ist eine Zielkontrolle, die letzte Kontrolle einer Orientierungsfahrt gemeint. Hier wird die Bordkarte abgegeben und die Fahrtzeit eingetragen. Hat man die Fahrtzeit plus Karenzzeit (i.d.R. 3 Stunden + 1 Stunde Karenz) überschritten, ist man nicht mehr in Wertung. Also gilt es innerhalb der vorgegebenen Zeiten die Zielkontrolle, die normalerweise im Kartenmaterial angegeben ist, anzusteuern.

zwingend gegenläufig
Von zwingend gegenläufigem Fahren sprechen wir, wenn ein vorher befahrener Weg zwingend in der entgegengesetzten Richtung befahren werden muss. Dies kann durch einen Pfeil vorgeschrieben werden. 
Für Insider: Es wird aber keineswegs ein aufliegender Pfeil zwingend gegenläufig gefahren, um auf kürzestem Weg zu einem anderen Aufgabenteil zu kommen.
Siehe auch Kapitel "Gegenläufigkeit".

zwingend kreuzen

Von zwingendem Kreuzen sprechen wir, wenn an einer Kreuzung eine zuvor gefahrene Route (blau) gekreuzt werden muss (rot). Dies kann durch einen Pfeil oder Strich aber auch durch symbolisierte Aufgaben (Chinese) vom Veranstalter vorgeschrieben werden. 
Siehe auch Kapitel "Kreuzen".

 
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