Elsetalrundfahrt 2010 des AMC Hoyel
am 23.10.10
„Da
geht noch was ...“
Teilnehmerbericht
26
Teams starteten bei der Elsetalrundfahrt des AMC
Hoyel. In den letzten Jahren hat sich die Ori in Hoyel schon zu
einem besonderen Erlebnis entwickelt. Immer im Dunkeln, immer
anspruchsvoll, immer viel messen, immer nahezu fehlerfreie Ausarbeitung
und immer "spezielle" Diskussionen mit diversen
Schiedsgerichtmitgliedern des Veranstalters. Jutta Brünger hat dieses
Jahr das erste Mal eigenverantwortlich die Elsetalrundfahrt
ausgearbeitet. Dabei sind drei kleine Fehler eingeflossen, die sich
leider ganz schön auswirkten und einiges an Zeit gekostet haben. Aber
das kann ja mal passieren. Bei jedem anderen Veranstalter würde ich
trotz erkannter Unstimmigkeit alles richtig lösen und mich darauf
verlassen, dass es schon korrigiert wird. Hier sind wir, wie Marina
formuliert hat, die "schönere Lösung" gefahren. Ansonsten
blieb der Stil ähnlich: Alles nach 50.000er, da wünscht man sich eine
Megalupe oder sonstige technische Hilfsmittel. Die
Durchführungsbestimmungen waren wieder deutlich, die Grenze nach NRW
spielte auch wieder eine Rolle, war diesmal sogar in der DB und nicht
nur in der Ausschreibung angekündigt. Was fehlte, war eine Legende mit
Grenze, damit Auswärtige dies ebenfalls beachten konnten. An den einen
oder anderen Tischen im Startlokal wurden fleißig Textmarker zum
Markieren der Grenze ausgetauscht. An anderen Tischen war man da nicht
so freigiebig mit Informationen. So kommen dann schon mal 30 Punkte
für`s Nichtbeachten der Grenze zusammen. Übrigens war auch der zweite
Weg der Fischgräte in dieser Aufgabe nicht mehr vorhanden, da es sich
um eine größere Hoffläche vor einem Reitstall handelte, ist das dann
noch einfahrbar oder zählt hier die Lösung nach Karte? Naja, was
soll`s. Interessant fand ich auch, dass der schon am Vortag angereiste
Patrick uns nach einem Dreieck in Groß Aschen nahe des Startortes
fragte. Wie das denn wohl gemeint sei. Tatsächlich kamen wir dann in
Aufgabe 1 an bewusstes Dreieck, fanden die OK 2 und stellten fest, dass
die vermutete kreative Lösung durch den Veranstalter beabsichtigt war.
Der in der 50.000er Karte dargestellte Weg geht nämlich eigentlich
direkt vorm Haus her und stellt nicht das vom Veranstalter gewünschte
Dreieck dar. Schade, dass im richtig zu fahrenden größeren Umweg keine
Kontrolle stand.
Achja, die Sonderaufgabe war auch noch so eine Sache, eine
Trockenübung, bei der die Regeln nicht ganz deutlich waren. Anstatt
dann beide Lösungen als richtig zu werten und die Zeit entscheiden zu
lassen, hat sich die Fahrtleitung dazu entschlossen, nicht
kompromissbereit oder vielmehr einsichtig zu sein, bzw. am liebsten gar
nicht darüber reden zu wollen. Man hatte "den Kaffee wohl
schon" auf.
Wie war es sonst? Nachdem die Aufgabe drei überstanden war (eine der
drei fehlerbelasteten Aufgaben), haben wir auch wieder Spaß an der
Fahrt gefunden. Schließlich musste viel Zeit wieder aufgeholt werden,
sodass dann fast alles schön während der Fahrt gelöst wurde. Dabei
ist die wohl größte Schwierigkeit durchs Raster gefallen, indem ich
einen Punkt auf einer Brücke übersehen habe. Nachdem ich persönlich
aber in Aufgabe drei schon die Brocken hinwerfen und doch lieber das am
gleichen Abend stattfindende Klassentreffen ansteuern wollte, waren wir
mit Gesamtplatzierung drei am Ende ganz zufrieden. Schön war auch, dass
wir endlich wieder mit vier Teams vom AC Bramsche am Start waren, neben
Dagmar mit Freundin übrigens drei Vater-Sohn-Gespanne.
Eine Anekdote noch zum Schluss: In den letzten Jahren hatten die Hoyeler
das Ziel-Schild aus vier OKs aufgebaut. Die sollte man auch so notieren.
Im ersten Jahr gab es beim Fehlen 40 Strafpunkte. Im zweiten Jahr hatte
man die Schilder etwas auseinandergezogen und hintereinander versetzt.
Man wollte den Diskussionen aus dem Vorjahr wohl aus dem Weg gehen.
Dieses Jahr gab es ein normales Ziel-Schild. Was macht der Gesamtsieger?
Schreibt natürlich Z I E L als vier Oks in die Bordkarte weil das hier
ja so üblich ist. Dieses Jahr war das aber so nicht beabsichtigt. Erst
nach längerer Diskussion hat man festgestellt, dass es sich um
"Negativkontrollen" laut Grundausschreibung handelte, die
nicht gewertet werden dürfen. Schade, dass da erst diskutiert werden
muss, hat doch wirklich mit ambitioniertem Orisport nichts zu tun. So
wirken sich hausgemachte Probleme aus.
Am Ende
siegten Von der Heyde/Von der Heyde vor Eickelmann/Goworek und
Behning/Behning. Gowo ist und bleibt mit Friedel einfach sauschnell und
hatte von den 20er Teams die geringste Karenz. Schick/Schick hatten eine
Kontrolle nicht übertragen, landeten auf Platz vier und Treuke/Zeuner
wurde die letzte Ausschnittsvergrößerung zum Verhängnis, da sie den
vergrößerten Pfeil als zusätzlichen Pfeil interpretiert haben. Leider
blieb auch diese eindeutig zweideutige Aufgabe so in der Wertung. In der
Klasse YO siegten Aulbert/Vogel, die dieses Jahr einiges an Titeln
abräumen werden. Die Klasse A gewannen die Lokalmatadoren Bredenförder/Bredenförder.
Mannschaftssieger war der AC Bramsche. Alle Ergebnisse demnächst sicher
auf www.amc-hoyel.de oder schon
jetzt bei Patrick auf www.ori75.de
dort sind auch die Aufgaben der Klassen B&C zu finden und wer sich
für Marinas Bericht interessiert, der möge auf www.orie.de
nachlesen.
Zusammenfassung:
Saubere Aufgaben im Bordbuch (leider alles nach 50.000er), alles in
Farbe, klare DB, drei kleine Fehler, die den Spaß nachhaltig
eingeschränkt haben, kann aber jedem mal passieren. Gestresste,
leicht konfliktbelastete Auswerter. Fahrtleitung und Team haben sich
viel Arbeit gemacht, schade, dass dieser positive Einsatz bei einigen
durch negative Eindrücke geschmälert wird.
Fazit:
Da geht noch was! Nächstes Jahr wird es bestimmt wieder besser.
TB
______________________________
An alle
Teilnehmer:
Denkt bitte an das Feedback für den Veranstalter über den NordOM-Bewertungsbogen.
So könnt ihr auch noch einen 10,- Euro-Startgeldgutschein gewinnen.
|