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Euer
Feedback für den Veranstalter! |
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"19.
Elsetalrundfahrt" des AMC Hoyel
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Doch was ist zwingend? Ein Pfeil, ein Strich, der in den Weg führt und was noch? Lt. Aussage des Fahrtleiters sollte immer dann ein zwingender Grund vorliegen, wenn ein Aufgabenteil im Weg vorhanden ist, ganz egal an welcher Stelle und ganz egal ob es sich um einen Punkt, Strich oder sonst was handelt. |
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In Aufgabe 3 kam es dann, wie es kommen musste. Ein durch StVO 250 gesperrter Weg sollte befahren werden, darin lagen drei Striche. Wer nun vorher genauer nachgefragt hatte, machte sich keine Gedanken. Wer nicht, butterte an dieser Stelle viel Zeit in die Lösung. In Aufgabe 13 führte dann ein Chinesenzeichen über eine Kreuzung, 20 m dahinter kam bewusstes Verkehrszeichen. Sollte nun das im Weg befindliche D genommen werden oder war der etwas kompliziertere Weg mit Wenden am Verkehrsschild gefragt? Letztendlich nahm der Fahrtleiter diese OK heraus. Er wollte zwar ursprünglich die OK haben, doch fiel ihm der Widerspruch zu Aufgabe 2 auf, in der ebenfalls vor einem Schild StVO 250 gewendet werden sollte. Nun lag in Aufgabe 2 kein Aufgabenteil im Weg, sodass sich nach oben beschriebener Logik eigentlich kein zwingender Grund für das Befahren ergab. Doch haben eben nicht alle dezidiert vor der Fahrt nachgefragt und damit die Logik nicht ganz nachvollziehen können. Mir persönlich widerstrebt ein Fahren gegen die StVO sowieso. Ich finde das nicht so toll. Ein schöner Sack über dem jeweiligen Schild tut auch seine Schuldigkeit, doch ging es Carsten wohl darum, auf diese Interpretationen die eine oder andere Wertung aufzubauen. Wenn man das so will, sollte man auch vorher die Logik womöglich an einem oder zwei Beispielen erläutern.
Wie war die Fahrt sonst? Fahrerisch anspruchsvoll, gut zur Hälfte im Dunkeln (eine zusätzliche Herausforderung), mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:50.000 und teilweise noch verkleinerten 50.000er Ausschnitten im 14seitigen DIN A5-Bordbuch teilweise etwas lupenbedürftig, die Fahrt war abwechslungsreich und mit über 100 km bei 3,5 Std. Fahrtzeit auch ganz schön zügig. Die Straßen und Wege waren auch mit liebevoll gepflegten Oldtimern oder neueren Fahrzeugen gut fahrbar. Lediglich ein etwas zugewachsener Weg von ca. 300 m zerkratzte die rechte Fahrzeugseite nachhaltig wenn der Fahrer nicht das Risiko der Fahrt über den angrenzenden Acker eingehen wollte.
Was war zu beachten? Man sollte nicht gegenläufig fahren, nicht kreuzen. Nummerierungen standen am Anfang von Aufgabenteilen. Bei Chinese, Sprung und Fischgräte zählten nur die noch einzufahrenden durchgehenden Wege, Chinesen galten bis zum nächsten noch einzufahrenden Abzweig, gelöst werden sollte immer nach Übersichtskarte.
Die Sonderaufgabe war eine Trockenübung mit gefühlt fast 30 Aufgabenteilen auf 50.000er Karte, die in 3 Minuten zu lösen war. Dabei kam ein virtueller Weg von geschätzt 20 km zustande. Die ebenfalls aufgedruckte Bordkarte war von der Nummerierung nicht durchgehend - auch hier sollte man aufpassen. Etwas weniger hätte es an dieser Stelle sicher auch getan.
In
Aufgabe 1 legte Carsten eine Koordinatenlinie über einen Pfeil damit
sich dadurch zwei Aufgabenteile ergeben sollten. Dies erkannte keiner,
alle kassierten zwei Fehlkontrollen. In Aufgabe 4 war die Nummerierung
von Punkt 1 sehr dicht am Punkt, sodass einige daraus einen Pfeil
interpretiert haben und die Aufgabe anders lösten. Eine Lupe war hier
dringend notwendig. Aufgabe 5 beinhaltete die erste
Ausschnittsvergrößerung. Ein Aufgabenteil war sowohl im normalen
Kartenausschnitt als auch in der Vergrößerung dargestellt. Sollte man
das entsprechende Dreieck etwa zweimal umrunden? Nein, so war es nicht
gemeint. Aufgabe 6 bestand aus einem Pfeilwurm ohne große
Schwierigkeiten. Nr. 7 fand westlich von Riemsloh statt. Schön, dass
für diese Ori-Ecke endlich mal mehr Zeit zur Verfügung stand, da sie
sonst oft am Ende der Fahrt genutzt wurde und dementsprechend Hektik
aufkam. Ungewöhnlich war die Darstellung im Bereich der DK. Im normalen
Kartenausschnitt waren zwei Striche mit einer Unterbrechung von
vielleicht einem halben Millimeter erkennbar. In der Vergrößerung war
der kleine Strich wieder unterteilt. Beide Teile waren beschriftet.
Einer mit E, also Ende, und einer mit DK. Wie sollte nun hier gelöst
werden? Da der zweite Teil mit DK beschriftet war und eine
Verbindungslinie zwischen dem roten Punkt und der Beschriftung bestand,
entschieden wir, dass eine zusätzliche Runde nicht nötig sei.
Wenigstens ein Team sah das anders und handelte sich dadurch 20
Strafpunkte ein. Schade, dass womöglich eine Meisterschaft durch so
eine Interpretiererei entschieden werden kann. Diesmal war das zum
Glück nicht der Fall, denn bei Neutralisierung aller
"Interpretationspunkte" hätte am Ende die Karenzzeit über
den Sieg in Hoyel und damit im Herzschlagfinale um die Niedersächsische
Orientierungsmeisterschaft entschieden. Doch dazu unten mehr.
Aufgabe 8 bestand aus einer längeren Fischgräte, diesmal nicht
gespiegelt, gedreht oder sonst was. Fair gemacht und eindeutig. Auf dem
Weg zur Aufgabe 8 fuhren wir wieder durch Riemsloh. Der schon immer
südlich von Piepenbrink befindliche Kartenfehler wurde sonst dadurch
entschärft, dass eine entsprechende OK im dazugehörigen Dreieck stand.
Diesmal stand die OK an der Hauptstraße und dann auch noch recht weit
von der Straße. Wir stellten uns natürlich die Frage, warum Carsten
die OK gerade so aufgestellt hat und kamen zu dem Schluss, die OK
erstmal liegen lassen zu sollen. Wer noch etwas schlauer war,
überprüfte den Rest der Aufgaben und stellte fest, dass in Aufgabe 13
das Dreieck so gefahren wurde, dass eine Lösung wie wir sie für
Aufgabe 8 feststellten, nicht beabsichtigt sein konnte. Also wieder eine
Interpretationssache. Aufgabe 9 bestand hauptsächlich aus 9 Sprüngen.
Es sollten nur die noch einzufahrenden Wege berücksichtigt werden. Was
ist denn mit denen, aus denen man gerade kommt? Zählen die dann auch?
Und ist z.B. eine Kreuzung dann eigentlich ein Dreisprung, weil die
durch Gegenrichtung ausfallenden Straßen nicht dargestellt werden? So
kompliziert war es nun doch nicht gemeint. Nachdem wir das verstanden
haben, waren die Sprünge nicht mehr so schwer. In Aufgabe 10 war ein
nicht mehr vorhandener Weg mit Flatterband abtrassiert. Ein
Durchfahrtverbotenschild ergänzte das Ensemble der Stangen und Bänder.
Dies sollte laut Aushang keine Unpassierbarkeit darstellen. O.k., also
von hier an neu aufbauen und auf kürzestem Weg den nächsten
Aufgabenteil anfahren, dabei den Kartenfehler in Bennien nicht vergessen
und schön über den Bauernhof fahren - das war`s. Ich finde, dass hier
viel Aufwand für wenig Effekt betrieben wurde. Man musste die Logik des
Veranstalters verstehen, wer es nicht verstand oder erst später
nachvollziehen konnte, verlor viel Zeit. In Aufgabe 11 hat Carsten eine
Anregung aus den Vorjahren gut umgesetzt, dass er bei Aufgaben mit
vielen Fischgräten zwischendurch jeweils einen Anhaltspunkt zum Lösen
gab. Der Weg über den brüngerschen Siloplatz war im Dunkeln gar nicht
so leicht zu finden. In diesem Bereich fiel leider auch das vielen
bekannte Team Lindenbaum/Lindenbaum aus, da sie beim Rückwärtsfahren
Bekanntschaft mit dem Straßengraben machten. Kurz vor dem Ziel bei der
Feuerwehr Riemsloh kam die schon fast unvermeidliche Wendekontrolle. Das
Ziel war wieder durch vier OKs angekündigt (Z I E L), die aber diesmal
weit auseinandergezogen aufgestellt wurden. Darauf fiel dann auch keiner
mehr rein und das ist auch gut so, denn dieser Gag hat mit
ambitioniertem Orisport nur wenig zu tun.
Fazit: Eine Fahrt, bei der man merkt, wie viel Zeit in der Vorbereitung steckt, eine anspruchsvolle Ori, die - abgesehen von zwei drei interpretationsbedürftigen Punkten - viel Spaß gemacht hat und zu empfehlen ist.
Gesamtsieger der Fahrt wurden Behning /Behning vor Böhmann/Schick und Tintrup/Walter. Treuke/Zeuner fuhren den Punkt bei der DK - was der Veranstalter nicht wollte - und landeten auf Platz 4. In der Klasse B siegten die Lokalmatadoren Sparensmeyer/Bietendüvel. Die Klasse A gewannen Bredenförder/Bredenförder. Damit gingen zwei Klassensiege an den AC Melle. In der YO siegten Aulbert/Vogel. Von den acht Siegern der einzelnen Klassen kamen 7 aus dem Landkreis bzw. der Stadt Osnabrück. So nutzt man einen Heimvorteil! Alle Ergebnisse sicher demnächst auf www.amc-hoyel.de .
Wie Michael im Bericht über die Ori des AC Bramsche schon erwähnt hat, war die NordOM schon zu Gunsten von Kurt und Thomas Behning entschieden. Jörg Treuke und Michael Zeuner zogen auf der Zielgraden noch an Wilfried Böhmann / Werner Schick vorbei und sichern sich den Titel des Norddeutschen Vizemeisters 2009. Niedersächsische Orientierungsmeister wurden - denkbar knapp - Behning/Behning. Im Orisport-Pokal des ADAC Weser-Ems, der dieses Jahr leider eine gemeinsame Wertung aller Klassen vorsieht, siegten ebenfalls Behning/Behning vor den in der YO dominierenden Aulbert/Vogel.
TB
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An alle
Teilnehmer:
Denkt bitte an das Feedback für den Veranstalter über den NordOM-Bewertungsbogen.
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