Nachtorientierungsfahrt der MSG Hunte-Delme
am 27.09.08

„Viele Wege führen nach Rom“

Teilnehmerbericht von Ulrich Bleeke

In Dötlingen, bei der MSG Hunte-Delme, führen viele Wege um die Bäume und über Bauernhöfe. Eine toll gemachte Fahrt, ausgearbeitet von Klaus Jokiel und seinem Team.
Am 27.9.08 um 14.00 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Dötlingen, für uns zum ersten Mal „Hunte-Delme“ bei strahlendem Wetter. Mit guter Laune kamen wir in Dötlingen an. Und wurden gleich freundlich empfangen. Nach der üblichen Papierabnahme und der Startnummer 13 konnten wir noch ein paar Worte mit Dagmar und Jörg über die vorangegangenen Fahrten hier in Dötlingen wechseln. Schönes Wetter, tolle Stimmung, Start 17.13 Uhr, klasse.
Ein DIN A4 Blatt „Hinweise und Ergänzungen zur Grundausschreibung“ übersichtlich, aber was ist „ein spontan auftretendes Hindernis“?
Die Kartenausschnitte der Aufgabenstellung waren gut kopiert bzw. gedruckt. Die Übersichtskarte war allerdings schwarzweiß in einem Maßstab 1:50 000. Bei dem vielen Kleinklein doch recht mutig.
Und jetzt begann unser Verhängnis.
Da wir immer versuchen (wie alle anderen Teams natürlich auch), so sauber und genau die Strecke zu bewältigen, wie vom Fahrtenleiter angedacht, haben wir nach 3 Aufgaben schon 1 Stunde Zeit verbraten.
Aufgabe 1: 1:50 000 mit Nebenwegen ist man natürlich nicht mehr gewohnt. Hat gut geklappt und die Feldwege haben auch noch Spaß gemacht. Wobei die YO-Teilnehmer schon ein wenig kritisch dreinschauten.
Aufgabe 2: 1.25 000, der Kartenausschnitt war zwar etwas deutlicher zu erkennen, aber die vielen Haken und Häkchen, um jedes Dreieck, jede Scheune, jeden Baum ohne gegenläufig zu fahren und mit gesperrten Straßen, kosteten uns doch eine Menge Zeit.
Aufgabe 3: 1:25 000, aber mit Nebenwegen und Detailkarten. Mit einiger Verzögerung, um alle Haken, Nebenwege und die Fischgräte einzutragen, machten wir uns ans Werk. Nach über einer Stunde kamen wir zur „Gleichmäßigkeitsprüfung“, 50 m richtig Rallye fahren. War toll, nur zu kurz, 100 m, wie angekündigt, wäre besser gewesen.
Anschließend ein abenteuerlicher Grasweg, und schon waren wir bei Aufgabe 4. Chinese nach Kartenausschnitt. Es zählen Haupt- und Nebenwege. Da Kartenende und Namenszüge keine Unterbrechung darstellten, waren wir der Meinung, dass die Hinweispfeile zu Anfang und Ende auch keine Unterbrechungen darstellten. Aber warum die Pfeile über die Wege gelegt? Wir überlegten kurz, aber wieder waren 5 Minuten weg, die uns zum Schluss bitter fehlten.
Aufgabe 5 mit schwarzen Strichen und Pfeilen auf Karte 1:25 000. war schön sauber und übersichtlich.
Aufgabe 6 war ein richtiges Highlight. Nebenwege auf Karte 1:50 000. Gegenläufigkeit aus Aufgaben 3, 4 und 5. Mann o Mann! Wer sich in den vorangegangenen Aufgaben vertan hatte, bekam jetzt richtig Probleme. Auch wir haben einige Zeit hier liegen gelassen.
Die Fischgräte in Aufgabe 7 war okay.
Die Aufgaben 8 und 9: Immer wieder der dezente Hinweis „Nebenwege dürfen befahren werden“ und immer wieder die Gefahr Folgefehler zu machen. So verrann die Zeit und der Streckendienst baute schon die ersten OKs ab (37).
Aufgabe 10 führte uns durch die Häuserschluchten von Neerstedt, gespickt mit einer Baustellenampel und Parkplatz, atemberaubend, aber die Zeit verrann unaufhörlich.
Aufgabe 11 war wieder sehr übersichtlich. Alle Kleinigkeiten sauber eingezeichnet (schw. Pfeile und Striche), aber welches war der zweite Aufgabenteil? Der Pfeil, an dem 2 dran steht, oder rechts davon das kleine Dreieck? Wir entschlossen uns zu folgender Reihenfolge: erst Pfeil 2 zu fahren, da in der Ergänzung zu den Durchführungsbestimmungen stand „nach A (Anfang) kann der folgende Aufgabenteil mit „1“ oder „2“ gekennzeichnet sein“, anschließend das Dreieck, und um nicht zu kreuzen, 2 m in Pfeilrichtung links, anschließend rechts in das Dreieck. Leider war kein Durchkommen mehr. Da spontan auftretende Hindernisse (es wurde dunkel) gegenläufig umfahren werden durften, haben wir auf der anderen Seite noch einmal angesetzt und siehe da, es war wohl richtig.
Mit Aufgabe 11 war auch unsere Karenzzeit langsam aufgebraucht, also ab nach Dötlingen, nicht ganz im Tiefflug, aber doch recht zügig.
Leider konnten wir die Aufgaben 12, 13 und 14 nicht mehr lösen. Uns hätten noch einige knifflige Ausarbeitungen erwartet. Leider dauerte die Auswertung ein wenig lange. Somit ist zum Schluss zu sagen: Die Fahrt mit ein wenig mehr Hauptwegen, weniger Bauernhöfen und 1/3 weniger Aufgaben – perfekt!
Am besten lösten die Aufgaben bei den Young- und Oldtimern das Team Huntemann/Meyer vom OC Delmenhorst, die Anfängerwertung gewannen Andreas Belitz und Melanie Rhode (CMW Wunstorf). In der Gruppe B gewannen die in dieser Saison mehrfach erfolgreichen Gerd und Martin von der Heyde (AC Pinneberg) und die Wertung der „Experten“ konnte das Team Bade/Leymann mit immerhin noch 160 Strafpunkten für sich entscheiden. Allen Siegern noch einmal herzlichen Glückwunsch!

ub

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