Zu Beginn der Saison wurde gesagt, dass der Orisport im Nordwesten durch Berichte weiter gefördert werden solle. Da ich nun weniger Zeit habe, wurde Unterstützung signalisiert. Diese bleibt leider aus. Schade eigentlich! Dieser Bericht soll allen potentiellen Schreibern noch einmal ins Gedächtnis rufen, wie es gehen könnte. Außerdem finde ich, dass es die Sulinger Fahrt auch dieses Jahr wert ist, ein paar Worte darüber zu verlieren. 
Wenn weiterhin niemand berichten will, müssen wir vielleicht einmal darüber nachdenken, ob der jeweilige Sieger nicht nur durch Pokal, sondern auch mit der Aufgabe geehrt wird, einen Bericht zu verfassen. 
Schau`n wir mal!

43. Orientierungsfahrt "Durchs Sulinger Land"
der MSG Sulinger Land

am 23.06.07

-  Die Tücke liegt im Detail -

Teilnehmerbericht

Leider nur 31 Teams gingen in Sulingen, dem letzten Lauf der NordOM vor der Sommerpause, an den Start. Die DB war gewohnt übersichtlich, Heinfried und sein ganzes Team professionell und freundlich. Die Übersichtskarten in Farbkopie waren von guter Qualität. Es sollte immer nach Übersichtskarte gefahren werden, es galt das Einbahnstraßenprinzip und Kreuzen war nicht erlaubt. Auf Bundesstraßen durfte nur nach rechts aufgebogen werden. 
Das ausgegebene Bordbuch im Format DIN A5 war farbig und von ordentlicher Qualität. Aufgabe 1 beinhaltete einen versteckten Strich, es mussten die in Sulingen häufig vorkommenden kurzen Feldwegabschnitte berücksichtigt werden, da nur Hauptwege oder besser gefahren werden sollten. Der kürzeste Weg war nicht so einfach zu finden, das Dreieck bei der 24 war besonders für A und YO nicht eindeutig. In Nr. 2 widersprach die DB, dass symbolisierte Aufgaben nur Hauptwege beinhalten sollten, der beabsichtigten Lösung des Fahrtleiters nach Natur. Die Überlappung zwischen Aufgabe 2 und 3 war schon etwas schwieriger zu lösen, da nicht über den schon gefahrenen Feldweg geplant werden durfte. Beim Überqueren der Bundesstraße sollte man daran denken, dass man dies gar nicht durfte, sondern nur nach rechts abbiegen konnte. Nr. 4 in Lindern beinhaltete das bekannte Sperrschild mit dem vorangehenden Kartenfehler. Auf dem Weg zum E durfte die vorher gelegte Spur nicht gekreuzt werden. Beim Pfeilwurm in Nr. 5 musste man die Übersicht behalten. Zu Diskussionen führte die OK 52, da Kartenbild und Natur hier nicht zueinander passten. Wer nur nach Karte fuhr, ließ die OK beim ersten Mal liegen. Wer sich mehr Gedanken machte, kassierte 10 Strafpunkte. In Aufgabe 6 nicht die Bundesstraße kreuzen und schon war man bei Aufgabe 7. Hier galt es die Streckensperrung auf der Eisenbahnbrücke zu umfahren: OK, dann nach Natur und/oder Karte zur Wendekontrolle,  einen nicht in der Karte vorhandenen Weg nutzen und dann doch nicht von hinten nochmals hineinfahren, da es ein Fahrradweg war. Die folgende Verbindungsetappe galt der Kontrolle des sinnerfassenden Lesens und Umsetzens. Hier durfte keine OK geschrieben werden und das eingezeichnete Dreieck konnte man sich auch sparen. Nr. 8 führte wieder über ein kurzes Stück Feldweg - hatten wir alles schon mal. Nr. 9 enthielt eine Sulinger Spezialität: aufliegende Striche dürfen nicht gekreuzt werden. Wer nicht daran dachte, konnte durch die reichlich "entgegenkommenden" Fahrzeuge und durch die nur in einer Richtung hängenden OKs erkennen, dass wohl offensichtlich etwas übersehen wurde. Auch hier durfte nicht über einen Feldweg geplant werden. Zum Ende hin tauchte auf gerader Strecke noch eine OK 66 auf, die gar keine OK war, sondern eine Wendekontrolle. Viele - auch wir - sind elegant daran vorbei gesegelt, wendeten nicht und kassierten 10 Strafpunkte. Aufgabe 10 bestand aus zwei Pfeilen und 10 Sprüngen. Zu Beginn wieder nach rechts auf die Bundesstraße zu Pfeil 1 und dann die Sprünge lösen. Wer wie wir vorschriftsmäßig nach Übersichtskarte löste, kam nicht sonderlich weit. Flexibilität beweisen und einfach nach dem Kartenausschnitt vorgehen, dabei noch die am Kartenrand endenden Straßen und Wege als durchgehend ansehen, also beide Augen zudrückend, eine plausible Lösung suchend mit Mut die SK stempeln und hoffen, dass schon alles richtig ist. In Aufgabe 11 durfte man nicht die einladende Überlappung fahren, sondern hatte den nächstgelegenen Aufgabenteil anzusteuern. Nr. 12 sah dann komplizierter aus als es letztendlich war. Fischgräte, Chinese und Pfeilskizze führten zum Ziel.
Ich fahre immer gerne in Sulingen. Auch diese Fahrt ändert nichts daran. Festzustellen ist, dass die Aufgabenstellungen einfacher werden und viele kleine Ecken zu Interpretationsvarianten führen, die letztlich alle irgendwie nicht verkehrt sind. Mal liegt man richtig - mal falsch. Diesen Stil hat man in Sulingen gar nicht nötig.
Alles richtig gemacht haben Treuke/Zeuner mit 0 Strafpunkten vor Kietzmann/Jessen und Bleeke/Bleeke mit je 10 Zählern. Die Klasse B gewannen Von der Heyde/Von der Heyde vor Kuhlenbeck/Kottmann und Lerch/Wolf. Hier rasselte es schon mehr Strafpunkte. In der Klasse A konnten Belitz/Rohde vor Seidel/Griffel und Kucera/Busche einen weiteren Sieg verbuchen. Mester/Mester gewannen die YO vor den punktgleichen Aulbert/Vogel und Rinne/Brinkhoff. Mannschaftssieger A/YO wurde der CMW Wunstorf. In der Klasse B/C gewann die Ori-Gang. Alle Ergebnisse finden sich auf der Webseite der MSG Sulinger Land.

TB

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