Rund um die Rehburger Berge"
des MSC Rehburg
am 24.03.07

-  Nur wer Erste Hilfe leistete, bekam alle Kontrollen -

Teilnehmerbericht

Die historischen Kuranlagen in Bad Rehburg boten die Kulisse für den Saisonauftakt der Norddeutschen Orientierungsmeisterschaft 2007. 24 Teilnehmer nahmen die hauptsächlich von Melanie und Uli Bleeke vorbereitete Fahrt des MSC Rehburg unter die Räder. Nachdem man die technische Abnahme schon vor der Papierabnahme absolviert hatte, bekam man bei letzterer eine zweiseitige Durchführungsbestimmung sowie eine zweiseitige Übersichtskarte. Da im Landkreis Nienburg/Weser gegenläufig gefahren werden konnte, galt es, die Kreisgrenze zu markieren. Die Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen war ebenfalls von Belang, da die Strecke auch in den Mühlenkreis Minden-Lübbecke führte. Eine entsprechende Legende wäre hilfreich gewesen. Man muss aber auch sagen, dass diese Regelung nur für die Klassen B und C galt.

Am Start gab es farbige Aufgabenstellungen im Format DIN A5. Wie auch in Sulingen üblich, war auf jeder Seite eine Aufgabe zu finden. Die Aufgaben waren jeweils mit sehr vielen Aufgabenteilen versehen - so im Schnitt ca. 15 Stück. Dies führte dann auch dazu, dass man die eine oder andere Sache übersehen konnte, da man ja schon einen Trick entdeckt hatte. Andererseits waren Folgefehler vorprogrammiert, die sich teilweise in bis zu 5 Kontrollen auswirkten. Das Fahrtleitungsteam tat gut daran, hier nicht im Nachhinein zu reduzieren, da die Auswertung sonst ein heilloses Durcheinander ergeben hätte. Man hätte sich aber gewünscht, dass im Vorfeld intensiver über vorhersehbare Fehler und die entsprechende Bestrafung nachgedacht worden wäre.

Aufgabe 1 war ein Puzzlespiel. 8 kleine Kartenausschnitte mit 30 Aufgabenteilen wollten auf einen größeren mit 2 Aufgabenteilen übertragen werden. Dabei konnte man zwei Überlappungen übersehen - oder sie zu früh und nicht erst fast zum Schluss fahren. Aufgabe 2, eine Punktskizze mit Chinesenuhr, hier Uhrchinese genannt (sollte etwa vom großen zum kleinen Zeiger gefahren werden ... ?), war nicht sonderlich schwierig. Auf dem Weg zur ersten DK kam man an einem fingierten Unfall vorbei. Mit Theaterschminke waren drei Beteiligte ausstaffiert und wer anhielt, um Hilfe anzubieten, wurde mit einem Kontrollstempel belohnt. Als Sonderaufgabe mussten an der DK dann auf Zeit die W-Fragen aus dem Erste-Hilfe-Lehrgang genannt werden. Aufgabe 3 war eine schöne Strichskizze, in der die Striche nur einmal in voller Länge gefahren werden durften. Aufgabe 4, eine Strichskizze mit Chinese nach Natur und Karte, beinhaltete einen vom Veranstalter nicht gesehenen kürzeren Weg. Aufgabe 5 war eine Pfeilskizze, in der viele Dreiecke vorkamen. Nicht immer musste man die darin platzierte OK nehmen. Aufgabe 6, eine Strichskizze mit Chinese, führte über eine neue Straße. Es war nicht nur die Straße neu, sondern hier konnte auch etwas Neues gelernt werden. Beim Anfahren des E-Striches musste man die neue Straße kreuzen oder auf diese Einbiegen. Im Zuge des Neubaues hatte man aber eine Brücke errichtet. Diese war nicht in der Karte verzeichnet und man konnte nicht nach rechts auf die nach dem Befahren vorhandene neue Straße einbiegen, da man ja vor der Brücke stand. Lt. Veranstalter ergab sich dadurch eine Streckensperrung die nach Natur und oder Karte umfahren werden musste. Also über die Brücke, links ab und wieder vom Anfang der neuen Straße an Richtung E-Strich fahren. Viele - auch wir - sind über die Brücke und dann rechts durch Raderhorst zum E gefahren. Damit man das überhaupt verstehen kann, hier die entsprechende gut konzipierte Aufgabe, versehen mit einem von mir eingefügten Kugelschreiberstrich:

Aufgabe 7 war sicherlich die Königsaufgabe in Wiedensahl: Pfeile, gespiegelte Fischgräte nach Natur, Chinese und Höhenpunkte. Wer hier patzte, kassierte reichlich Strafpunkte. Aufgabe 8 verleitete zum Übersehen der Fischgräte. Die ehemalige DK wurde nun als SK beschrieben, an der die Bordkarte abgegeben werden musste. Man sollte diese gegenläufig anfahren - schließlich war man im dazu passenden Landkreis - zudem führte die Strecke gleich zweimal an der SK vorbei, wann sollte noch gleich die Bordkarte abgegeben werden ...? Aufgabe 9 in Loccum führte uns an die bekannten Sperrschilder - allerdings durften wir hier bislang noch nicht gegenläufig fahren. Die letzte Aufgabe leitete dann lediglich zum Ziel, wo es dann eine vorbildliche farbige Lösung und genügend Aushänge gab.

Im Speiselokal "Carpe Diem" (Wurde eigentlich wegen des Restaurantnamens der Start auf 15:00 Uhr gelegt?) gab es ein leckeres Schnitzelbuffett und eine recht zügige Auswertung. Am Ende konnten in der Klasse A Mario Ehlers und Andrea Rambow das Siegertreppchen besteigen. Die Klasse YO gewannen Mester/Mester. In diesen Klassen hagelte es übrigens Strafpunkte, da - wie schon im letzten Jahr - der Schwierigkeitsgrad recht hoch gesteckt war. Wenn Mesters mit 120 Punkten gewinnen, will das schon was heißen. In der Klasse B setzten sich Bode/Bode vor Quandt/Rabe und Lüders/Meierdirks durch. Bodo/Bode kamen damit auf Gesamtrang zwei, für Andrea Quandt war ihre erste Orientierungsfahrt mit der erfahrenen Dagmar Rabe ein voller Erfolg. Wir sind gespannt, wie sich dieses Team weiter entwickelt. In der Klasse C lagen am Ende Böhmann/Schick auf Platz drei. Treuke/Zeuner mussten sich wohl von den recht schwierigen Fahrten "Huchem-Stammeln" und "2000und7 Tücken" noch umstellen, patzen zweimal und lagen dann mit 60 Strafpunkten hinter den Siegern des NordOM-Auftaktes Behning/Behning. Genaue Ergebnisse finden sich unter www.msc-rehburg.de.

TB

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