Teilnehmerbericht von der Orientierungsfahrt der MSG Hunte-Delme am 15.09.2007„Und dann wurde es Nacht“
Nach mehreren Terminverschiebungen führte uns der Weg am 15.09.07 nach Dötlingen zur Orientierungsfahrt der MSG Hunte-Delme. Das Prädikat „Nord OM“ blieb erhalten während wohl die Wertung zur Niedersächsischen Landesmeisterschaft des NFM aufgrund der Terminverschiebung entfällt. Was der ADAC Weser-Ems bezüglich der Wertung zum Ori-75-Pokal macht, bleibt hoffentlich nicht sein Geheimnis. Bei schönem Spätsommerwetter trafen sich leider nur 15 Teams, um auf die Reise rund um Dötlingen zu gehen. Der gleichzeitig stattfindende Lauf zur Niedersachsenmeisterschaft in Lüchow hat sicherlich einige Teilnehmer gekostet. Im Startlokal erhielten wir eine farbige sowie einer schwarz –weiße Kartenkopie und einen einseitigen Fahrerbrief, der keine Besonderheiten in den Durchführungsbestimmungen enthielt. Stutzig machte uns nur die Fahrtzeit von 4 Stunden plus einer Stunde Karenz. Es sollte wohl viel Ori für das Startgeld geboten werden, und so kam es dann später auch. Am Start gab es dann die Fahrtaufgaben auf 3 Seiten mit farbigen Kartenausschnitten und in rot eingezeichneten Fahrtaufträgen. Gleich fiel das Vorhandensein von mehreren Fischgräten und Chinesenzeichenaufgaben auf. Und dann wandte man sich der Aufgabe 1 zu und kam zum ersten Mal richtig ins Grübeln. Auf einem ca. 2 mal 3 cm großen Kartenausschnitt platzierte der Veranstalter 10 Aufgabenteile. Dabei war es erstaunlich, wie klein diese Striche sein konnten. Selbst mit der Lupe waren sie teilweise kaum auszumachen. Das nächste Problem war die Verbindung dieser Aufgabenteile, zum Teil auf Feldwegen und unter Berücksichtigung einer Streckensperrung. Der Veranstalter hatte natürlich eine kürzeste Verbindung, viele Teilnehmer fanden aber eine kürzere. Oft ging es in den 16 Aufgaben mit ähnlichen Schwierigkeiten über die Strecke. Dabei wurde insbesondere in Dötlingen selber eine Vielzahl an Straßen und Wegen befahren, so wie wir es schon aus den vorangegangenen Jahren kennen. Wir merkten auch bald, warum wir für die erste Etappe 2 Bordkarten zur Verfügung gestellt bekamen. Viele Kontrollschilder waren zu notieren. Dabei wurde eine Überlappung oft mit 3 oder 4 Kontrollen belohnt, was allerdings zu Lasten der Wertungsgerechtigkeit geht. Leider mussten wir doch sehr oft lange am Straßenrand stehen und überlegen, was der Veranstalter meint. Aber so ging es wohl allen Teams. Und schließlich haben sich doch mehrere Fehler und Ungereimtheiten in die Fahrtaufgaben eingeschlichen. So musste im Nachhinein die komplette Aufgabe 4 neutralisiert werden, da der Veranstalter den zweiten Aufgabenteil über einen längeren Weg anfuhr. Die richtige Lösung stellte die Aufgabe völlig auf den Kopf und ließ denselben der Teilnehmer rauchen. Zwischendurch absolvierten wir als Sonderaufgabe eine Gleichmäßigkeitsprüfung (50 m in 10 Sekunden) und stellten nach 2 Stunden fest, dass wir doch schon 27 km geschafft hatten. Jetzt mussten die Entscheidungen schneller getroffen werden. Trotzdem reichten uns wie wohl fast allen Teilnehmern die 4 Stunden Fahrtzeit nicht aus; einige haben wohl gegen Ende sogar abkürzen müssen. Dadurch endete die Fahrt für alle auch im Dunkeln, was man aus Dötlingen aufgrund des ansonsten im Mai liegenden Termins nicht kannte. Fahrtleiter Klaus Jokiel hatte eine lange Fahrt ausgearbeitet, in die er immer wieder kleinere Schwierigkeiten einstreute. Insgesamt wollte er vielleicht etwas zu viel. Da man durch Ungereimtheiten bereits am Anfang schnell genervt war, sind den Teilnehmern auch eine Vielzahl von Fehlern unterlaufen. Beim Aushang wunderten sich dennoch viele über die hohen Strafpunktzahlen und man fragte sich, ob wirklich alle Fehler des Veranstalters neutralisiert waren. Bei allem Frust und aller Kritik sollten wir aber nicht vergessen, dass Klaus ganz allein bei der Organisation dieser Fahrt ist. Und wir wollen es ihm hoch anrechnen, dass er sich immer wieder dafür zur Verfügung stellt. Ohne solche Leute hätte wir gar keine Ori. Außerdem hat er fürs nächste Jahr Besserung gelobt. Die Klassensieger waren: Klasse A: Sven Röske und Karin Gronwald, MSG Sulinger Land; Klasse YO: Udo Aulbert und Elke Vogel, MSC Osnabrück bzw. MSC Emlichheim; Klasse B: Simone Rathje und Daniel Böhmann, AC Bramsche; Klasse C: Jörg Treuke und Michael Zeuner, AC Artland. Leider hatte das um die Norddeutsche Meisterschaft kämpfende Team Kurt und Thomas Behning Pech und musste mit heißgelaufenem Motor aufgeben. Michael Zeuner |