"42.
Orientierungsfahrt Durchs Sulinger Land"
der
MSG Sulinger Land
am 17.06.2006
-
gewohnt gute Orientierung
und schöne Sonderaufgabe -
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Teilnehmerbericht
48 Teilnehmer gingen bei
der 42. Auflage der Ori "Durchs Sulinger Land", dem letzten Lauf
der NordOM vor der Sommerpause, an den
Start. Das Fahrtleitungsteam um Heinfried Leymann erreichte diese hohe
Teilnehmerzahl vor allem durch hervorragende Nachwuchsarbeit, sodass
alleine 25 Anfänger starteten. Diesem Einsatz gebührt ein großes
Lob.
Die Durchführungsbestimmungen waren übersichtlich, gut formuliert und
ähnlich denen der letzten Jahre in Sulingen. Generell sollte nach
Übersichtskarte gefahren werden. Es durfte nicht gekreuzt, nicht
gegenläufig gefahren werden und auf Bundesstraßen durfte man nur nach
rechts einbiegen.
Am Start gab es ein 14-seitiges, gebundenes Bordbuch im Format DIN A5, das vorwiegend farbige Karten und durchweg farbige Aufgabenteile
enthielt. Da als Grundlage eine 50.000er Karte diente und diese auf ca.
1:25.000 hochskaliert war, sind manche Ausschnitte etwas verzerrt
dargestellt worden. Doch besser so, als zu klein und zu unübersichtlich.
In Aufgabe 1 stellte ein Anlieger sein Hofgelände kurzfristig nicht mehr
zur Verfügung, trotz Korrektur eines Striches in einen Pfeil, musste hier
noch neutralisiert werden. Der Pfeilwurm aus Aufgabe 2 musste nach
Übersichtskarte gefahren werden, wer nach dem Kartenausschnitt löste,
fuhr verkehrt. Die kürzeste Gesamtstrecke in Aufgabe 3 fand, wer nur nach
rechts auf die Bundesstraße einbog. Aufgabe 4 enthielt keine sonderlichen
Schwierigkeiten, zwei gekreuzte Pfeile wiesen auf eine schlechte
Wegstrecke hin - ein guter Service, über den sich das Auto freut. Den
E-Strich aus Aufgabe 5 musste man von Süden anfahren, da dieser Weg
kürzer war. Dann passte aber die folgende Aufgabe nicht mehr, sodass man
hier Fingerspitzengefühl beweisen musste und den längeren Weg einschlug,
zumal im kürzeren die erhoffte Wendekontrolle nicht zu finden war.
In Aufgabe 6 sollte man verleitet werden, einen noch nicht gefahrenen
Strich zu kreuzen. Auch hier galt es, zunächst einmal zu überprüfen,
wie die Kontrollen standen. Letztendlich zählte für uns dann der Satz,
dass nur dann gekreuzt werden durfte, wenn es zwingend vorgeschrieben ist.
Wenn man die Aufgabe als ganzes sieht, war es nicht zwingend
vorgeschrieben, da auch eine Lösung ohne kreuzen möglich war. Doch was
ist zwingend? Wenn man die erste Priorität auf den kürzesten Weg von
Aufgabenteil zu Aufgabenteil legt, war es zwingend notwendig, den noch
nicht gefahrenen Strich zu kreuzen. Die Absprache unter den Veranstaltern
der NordOM lautet, dass aufliegende Striche und Pfeile nicht gekreuzt oder
gegenläufig gefahren werden dürfen. Dass Heinfried nun eine Aufgabe
darauf aufgebaut hat ist ungünstig, es sollten solche Aufgaben eher
vermieden werden. Das Beste wird sein, die Grundausschreibung in diesem
Punkt nachzubessern.
Aufgabe 6 war eine Fischgräte, in der nur durchgehende Hauptwege gezählt
wurden. Auf dem Weg zur neutralen Strecke zwischen 7 und 8 mussten noch
Schilder notiert werden, wer auf der neutralen Strecke Schilder schrieb,
wurde mit Strafpunkten belegt. Der Trick in Aufgabe 8 bestand in dem
Feldweg unter Strich 8, der bei der ersten Runde nicht gefahren werden
durfte. In Aufgabe 9 galt es nach der DK einen versteckten Strich in
Barenburg zu finden. Wer Aufgabe 10 "trocken" lösen wollte, kam
nur bis zum Zeichen 5. Eine Wendekontrolle löste das Rätsel auf. In
Aufgabe 11 musste zunächst eine Überlappung gefahren werden. Die 79 in
Schlahe auf dem Firmengelände sollte man nicht nehmen. Die Darstellung
des Geländes in Karte und Natur passten aber nicht zusammen, die
Entfernungen stimmten nicht. Auch das als Orientierungspunkt dienende Haus
war nicht das, welches vom Veranstalter angenommen wurde. Letztendlich fuhr man so dicht
an der 79 vorbei, dass es nicht mehr eindeutig war, ob diese nun genommen
werden sollte oder nicht. Eine Neutralisation beendete die Diskussionen.
Aufgabe 12 enthielt 20 Sprünge, bei denen man nur durch volle
Konzentration die letztendlich simple Lösung finden konnte. Etwas weniger
Sprünge hätten es nach meinem Geschmack auch getan. In Aufgabe 13 durfte
kurz vor dem Ziel nicht gegenläufig gefahren werden. Den unten rechts
versteckten Strich haben viele übersehen und kassierten dafür 20
Strafpunkte.
Am Ziel wurde man mit einer farbigen Lösung zum Mitnehmen überrascht.
Das Fahren in Sulingen macht immer wieder Spaß. Besonders viel Mühe
haben sich Heinfried und sein Team mit der Sonderaufgabe gegeben. Ein
kleiner, enger Slalomparcours sollte auf Zeit durchfahren, dann
möglichst dicht vor einer Stange gehalten werden. Dieses Jahr hat Heinfried
auch besonderes Augenmerk auf die Bewertungsgerechtigkeit gelegt. Zwar wurden
viele Fehler mit 20 Strafpunkten bestraft, doch blieb es im Großen und
Ganzen bei 10-20 Strafpunkten pro vorhersehbarem Fehler, sodass sich die
Sulinger Fahrt in diesem Punkt stark verbessert hat.
Zwei Teams schafften die Ori strafpunktfrei. Gesamtsieger wurden Kurt und
Thomas Behning (AC Bramsche) - ein schönes Geburtstagsgeschenk für Kurt,
für den es sich gelohnt hat, seine Geburtstagsfeier um einen Tag zu
verschieben. Zweite wurden Dagmar Müller und Carsten Fuhrhop (Ori-Gang)
vor Jörg Treuke und Michael Zeuner (AC Artland). In der Klasse B siegten
Jörg und Dagmar Rabe (AC Bramsche) vor Simone Rathje und Daniel Böhmann
(AC Bramsche) sowie Alexandra Möller und Rolf Maarfeld (OC Delmenhorst).
Die Klasse A entschieden Jens Kellermann und Tanja Strohmeyer (Sulingen)
für sich, die damit im nächsten Jahr in die Klasse B aufsteigen werden.
Die Klasse YO gewannen Hartmut und Wilhelm Mester (SC Cuxhaven).
Mannschaftssieger wurde der AC Bramsche vor dem OC Delmenhorst. Die genauen Ergebnisse finden
sich in Kürze auf der Webseite der MSG
Sulinger Land.
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