Nachtorientierungsfahrt
des AMSC Rahden
am 12.11.06
Bericht
von Carsten Kröger
Als
Jutta und ich uns am letzten Samstag um ca. 15.45
Uhr auf den Weg nach Rahden machten, war gleich klar, dass die dunklen
Wolken am Himmel nichts Gutes von sich erwarten ließen.
Dennoch sehr gut gelaunt erreichten wir schon nach 25 Minuten das Start-
und Ziellokal ,Hotel Bohne’ in Rahden. Dort erwartete uns bereits ein
gut gefülltes Starterfeld. Dummer Weise hatte ich das Vornennen
vergessen und so gingen wir erst mit der Startnummer 25 in die letzte
Meisterschaftsveranstaltung des Jahres 2006. Eine Gewisse Anspannung im
Starterfeld war festzustellen. Es lag wohl an dem bereits erwähnten
schlechten Wetter und an der Tatsache, dass der begehrte Titel des
Norddeutschen Orientierungsmeisters 2006 noch nicht vergeben war.
An der Papierabnahme erhielten wir dann kurz gehaltene Durchführungsbestimmungen,
ein Info-Blatt zu der Sonderaufgabe und eine SUPER Übersichtskarte, in
Farbe natürlich. Auf Bundesstraßen sollte man nur nach Rechts
auffahren und nicht vorhandene Wege waren nach ihrem Befahren in allen
Karten vorhanden. Dieses waren für uns so die markantesten Punkte.
Ein Schiedsrichter wurde vom DMSB gestellt, so dass kein Teilnehmer
hinzu gewählt werden musste. Ich persönlich finde diesen Gedanken
nicht schlecht, da ein Außenstehender als Schiedsrichter recht
unbeeinflusst ans Werk geht. Hierbei sollte man aber gewisse
Grundkenntnisse voraussetzen.
Nach der Technischen Abnahme begaben wir uns in die Startvoraufstellung.
Am Start erhielten wir dann qualitativ hochwertige s/w-Kopien mit rot
eingezeichneten Aufgabenteilen.
Nun ging es los. Nach dem Start sollte man sich nach Karte erst mal zu
der Sonderaufgabe begeben und diese absolvieren. 300m Strecke mit einer
Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 Km/h. Und nun gleich mal an alle:
“Nein, wir haben keine Fahrtzeittabelle und errechnen uns jedes mal
selbst die zu fahrende Zeit!“ Man wird ja doch so von einigen angesprochen ob es denn in Hoyel keine
Schnitttabellen gibt. Diese Hürde mit dem Rechnen und Fahren hatten wir
dann ganz gut gemeistert.
Um es gleich vorweg zu nehmen, meine Kritikpunkte zu der Veranstaltung
sind: 1. Wir mussten zu oft messen. 2. Viel zu wenig OK’s, oft mussten
Schleifen gefahren werden ohne jegliche Belohnung. Das war es dann aber
auch von unserer Seite mit der Kritik.
Nun zu den Fahrtaufgaben. In Aufgabe 1 galt es den kürzesten Weg
zwischen den Strichen zu finden, leider ohne Belohnung in Form eines
Schildes oder Stempels. In Aufgabe 2 galt es einen Strich am Anfang zu
ignorieren und diesen dann erst zum Ende der Aufgabe in einer große
Schleife zu fahren. In Aufgabe 3 musste eine Fischgräte nach
Kartenausschnitt gelöst und nach ÜK gefahren werden. In Aufgabe 4
musste das Chinesenzeichen Nr. 6 nach Natur gefahren werden. Nach
Aussage des Veranstalters wurde da eine OK falsch platziert, was
wiederum für Gesprächsstoff Vorort sorgte. Das Problem mit der
Bundesstraße erkannten wir in Aufgabe 5, übersahen dabei aber
leichtsinnig ein Schild, was uns am Ende den einzigen Fehler bescherte.
In Aufgabe 6-9 galt es dann in den Strichskizzen auf unterschiedlichen
Maßstäben das Kreuzen und die Gegenläufigkeit zu beachten. Bei der
Chinese in Aufgabe 10 mussten wir dann doch erst die Lupe heraus holen
um einen dargestellten Abzweig zu erkennen, auch hier waren Gegenläufigkeit
und Kreuzen das Problem. In der Letzten Aufgabe galt es noch mal den kürzesten
Weg zu einem Strich zu erkennen, bzw. ein Durchfahrtsverbot zu beachten.
Mit etwas Karenzzeit im Ziel, waren wir uns beide einig, dass es auch
hier wieder problemlos zu einer Wertung kommt.
Diese Wertung sah dann wie folgt aus: Bei den Young- und Oldtimern
gewannen Aulbert/Vogel (Osnabrück) vor Lehr/Hollmann (VfM) und
Eickmeyer/Bäuerle (Herforder MSC). In der Klasse A siegten Auf der
Heide/Auf der Heide (Bielefeld) vor Nienaber/Schumacher (MSF Steinfeld)
und Kucera/Busche (MSC Rehburg). Die Klasse B gewannen Rabe/Rabe (AC
Bramsche) vor Knübel/Rosenbrock (MSC Wörpetal) und Liers/Liers (AMC
Retzen). Die Klasse C gewannen Behning / Behning (AC Bramsche) vor
Treuke/Zeuner (AC Artland) und Kröger/Brünger (AMC Hoyel). Durch den
2.Platz in der Kl.C konnte sich Michael Zeuner den Titel des
Norddeutschen Meisters 2006 sichern.
Zum Schluss dann noch die kurz die Pluspunkte der Veranstaltung:
TOP-Streckenführung mit interessanten Straßenverhältnissen,
sicherlich die beste Ausschreibung in der NOM, qualitative
Fahrtunterlagen sowie eine recht vielseitige Aufgabenstellung.
Das
war ein netter Abend.
Carsten Kröger
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