18. Ori des MSC Nümbrecht"
am 12.08.
06

-  verkapptes Straßenrennen -

Teilnehmerbericht

Mit viel organisatorischem Aufwand veranstaltete der MSC Nümbrecht mit Fahrtleiter Jürgen Kohlmann im Rahmen der Ortsjubiläumsfeierlichkeiten eine Oldtimerfahrt und ab Mittag eine Ori mit dem Prädikat der West-OM. Abends sollte dann auf der Festbühne die Siegerehrung stattfinden. Bis 20:00 Uhr sollte die Siegerehrung beendet sein, da dann eine Live-Band auftrat. Da man einen engen Zeitrahmen hatte, verkürzte man die Fahrtzeit um eine halbe Stunde, gleichzeitig bemühte man sich, die Strecke auch zu kürzen. Letztendlich sollten so ca. 110 km in 2,5 Stunden plus eine Stunde Karenz geschafft werden. Wer da schon sagt: "Das ist aber ein hoher Schnitt (44km/h)", der sollte auch die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigen. Im Bergischen Land geht es logischerweise ständig rauf und runter durch enge, kurvige Straßen gespickt mit jeder Menge Anwohnern, die ob der 25 teilnehmenden Fahrzeuge, die zu einem forschen Tempo gezwungen wurden, nicht besonders erfreut waren. Letztendlich sind im Aushang viele Teams aufgetaucht, die die Karenz bis auf die letzte Minute ausgenutzt haben - zwei Teams mussten abbrechen. Eine solche Raserei kann nicht Sinn und Zweck einer Orientierungsfahrt sein, sondern führt zu immer weniger Akzeptanz unseres Sportes.

Die Aufgaben waren hingegen nicht sonderlich schwierig, so dass auch während der Fahrt ausgearbeitet werden konnte. Man sollte nicht kreuzen, nicht gegenläufig fahren und Pfeile nur einmal in voller Länge fahren. Eine Farbkopie als Bearbeitungsgrundlage sollte die schwarzweißen Kartenausschnitte mit dicken, schwarzen, handgemalten Aufgabenteilen ergänzen. Beides war im 1:50.000er Maßstab, sodass oftmals das Auffinden der richtigen Straße die größte Schwierigkeit darstellte und einen Großteil der Aufmerksamkeit des Beifahrers forderte. Zumindest die Kartenausschnitte im 25:000er Maßstab auszugeben, hätte der Veranstaltung gut zu Gesicht gestanden. Schnell konnte man die einzubauenden Chinesenzeichen, die schon mit dem Fahrerbrief ausgegeben wurden, vergessen. Auch der ständige Zeitdruck führte des öfteren zu Flüchtigkeitsfehlern. Folgefehler waren aufgrund der großzügigen Streckenführung kaum zu machen. Eine Ausnahme bildete die 6 in Niederbröl. Gesamtsieger der Fahrt wurde das bekannt schnelle Team Meisenkothen/Thomas vor Treuke/Zeuner. Die Siegerehrung im Rahmen eines Stadtfestes unter freiem Himmel durchzuführen, war mal etwas Neues - die Band konnte dann auch pünktlich um 20:00 Uhr auftreten, sodass diesbezüglich der Veranstalter vor der Fahrt nicht zu viel versprochen hatte. 

TB

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