„18. Nachtorientierungsfahrt"
der MSG Hunte-Delme
am 13.05.06
- LUPE
wird groß geschrieben -
Teilnehmerbericht
Jedes Jahr ruft die MSG
Hunte-Delme mit Fahrtleiter Klaus Jokiel den Tross der NordOM
in die Wildeshausener Geest nach Dötlingen. Dabei spielen Aufgaben in
Dötlingen, Brettorf und rund um Neerstedt immer eine besondere Rolle.
Wer schon einmal diese Orte nach 50.000er Karte im Ori-Tempo durchfahren
ist, weiß, wovon ich spreche. Gut sind da Vergrößerungen, die die
Sache doch wesentlich vereinfachen. Klaus Jokiel, hat dieses Jahr wieder
farbige Aufgabenstellungen ausgegeben, für die jedoch schon ab und an
die Lupe ein unverzichtbares Hilfsmittel darstellte. Aber man weiß ja,
worauf man sich einlässt und findige Zeitgenossen haben sogar eine
vergrößerte Kopie der entscheidenden Dörfer im Auto. Die Dötlinger
Ori ist auch für die vielen Feld- und Sandwege bekannt, die dem Fahrer
richtig Spaß machen aber auch ausgeprägte Schlaglöcher enthalten
können. Was gab es zu beachten? Nicht gegenläufig, nicht kreuzen, die
Aufgaben nach Kartenausschnitt und zwischen den Aufgaben nach
Übersichtskarte (Schwarzweißkopie). Eine Durchführungsbestimmung, die
nicht sehr viele Regeln beinhaltete, jedoch durch die Formulierung zu
vielen Nachfragen führte. Letztendlich stellte der Fahrtleiter die
letzten Missverständlichkeiten kurz vor dem Start in einer spontan
anberaumten Fahrerbesprechung klar.
Aufgabe 1 war dann eine knibbelige Angelegenheit, die mit Lupe kaum ein
Problem darstellte. Nr. 2 war mit drei Ausschnitten und Chinese
umfangreicher und führte das erste Mal durch Dötlingen. Die
Fischgräte aus Nr. 3 konnte man nicht verkehrt fahren, es folgte die
Gleichmäßigkeitsprüfung, die als Sonderaufgabe zählte. Mit Nr. 4 im
Bereich Kuhweide konnte man "Kilometer fressen", da dort kaum
Anlieger zu finden waren - jedes Jahr wieder gerne. Nr. 5 enthielt keine
Schwierigkeiten, den Anfang zu sechs fuhr richtig, wer den Aufgabentext
gelesen hat. Die Überlappung am Ende von 6 durfte nicht übersehen
werden. Nr. 7 führte zur DK einfach nur geradeaus. Mit Nr. 8 fuhr man
nach Neerstedt. Das Genossenschaftsgelände war dieses Jahr nicht
sonderlich schwierig, die Darstellung passte aber nicht genau. Auch hat
sich ein 5. Pfeil eingeschlichen, der nicht in die
Veranstalternummerierung passte, und zu Neutralisationen führte. In Nr.
9 sollten die am Kartenrand endenden Straßen bei der Chinese nicht
mitgezählt werden. Das stand aber nirgends. Nr. 10 sollte nach
kürzester Gesamtstrecke gefahren werden. Ansich eine der schöneren
Aufgaben. So schön, dass ein zwei Teams sogar noch eine kürzere
Verbindung über einen Feldweg gefunden haben. In Nr. 11, wieder
kürzeste Gesamtstrecke, standen die Schilder an einer Ecke verkehrt
herum. Des Rätsels Lösung: Die Aufgabe war nach 25.000er Karte
ausgearbeitet aber in der 50.000er dargestellt. Nach 25.000er hätte
sich ein Stück Gegenläufigkeit an einem 6Sprung ergeben, das jetzt
nicht vorhanden war. Neutralisation war die logische Konsequenz. Nr. 12
und 13 führten nach Brettorf. In Nr. 12 spielte ein Privatgelände eine
Rolle, da es nicht befahren werden durfte und zur Umkehr zwang. In Nr.
13 gab es wieder einen kürzeren Weg über einen Feldweg. Nr. 14 führte
über Aschenstedt zurück nach Dötlingen, wo mit der letzten
Aufgabe noch einmal der Volksbankparkplatz mitgenommen werden musste und
zunächst am Ziel vorbeigefahren wurde.
All dies schafften drei Teams strafpunktfrei. Diese drei lagen bei der
Gleichmäßigkeit zudem innerhalb einer halben Sekunde. Eine
Leistungsdichte, die seinesgleichen sucht. Platz 1 belegten
Treuke/Zeuner (AC Artland), Platz 2 Behning/Behning (AC Bramsche) und
Platz 3 Böhmann/Schick (AC Bramsche). Auf Platz 4 folgten mit nur 10
Strafpunkten Seewald/Sommerschuh (MSG Sulinger Land). Die Klasse B
gewannen Maarfeld/Möller (OC Delmenhorst) vor Rathje/Böhmann (AC
Bramsche). Letztere hatten dieses Mal im clubinternen Duell die Nase
vorn und konnten sich vor den drittplatzierten Rabe/Rabe (AC Bramsche)
etablieren. In der YO siegten Aulbert/Vogel (MSC Osnabrück / MSC
Schüttorf), die die Führung in der YO-Wertung der NordOM
vor den Zweitplatzierten Mester/Mester (SC Cuxhaven) übernahmen. Die
Klasse A gewannen Lembke/Völker (MSG Sulinger Land). Mannschaftssieger
wurde der AC Bramsche. Als Novum in Dötlingen hat Klaus dann noch eine
farbige Lösung für alle Teilnehmer zum Mitnehmen ausgegeben. Eine
schöne Überraschung, die die Qualität der Veranstaltung
steigert.
TB
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