Ori 75 des ADAC OC Königstein"
am 09
.09.06

-  100 km durch den Taunus -

Teilnehmerbericht

Klaus und Florian Reuter konnten mit den Verantwortlichen des ADAC OC Königstein 22 Teilnehmer begrüßen. Die Durchführungsbestimmungen waren übersichtlich, wenngleich noch einiges an wichtigen Informationen in der Fahrerbesprechung mitgeteilt wurde. Die Fahrtunterlagen waren für alle Klassen gleich. Es gab Pfeil- Punkt- und Strichskizzen sowie eine Halbpfeilskizze, wie sie in Bayern üblich ist. Google-Earth wurde für drei Luftbilder bemüht. Die Aufgabenteile waren per Hand farbig in schwarzweiße Karten gezeichnet. Auch die Übersichtskarte war schwarzweiß. Letztere wurde nur zum Abgleich benötigt, da immer nach Kartenausschnitt zu lösen war.
Die Strecke war gut zu fahren, wenige Ortsdurchfahrten, kaum Aufgaben auf engem Raum und viele Schotterwege. Man musste immer den kürzesten Weg zwischen Aufgaben und Aufgabenteilen fahren, dabei nicht gegenläufig planen und innerhalb der Aufgabe Pfeile sowie Striche nicht nochmals vollständig befahren. Besonders oft wurden Tricks auf dem kürzesten Weg aufgebaut, gegenläufiges Fahren musste an drei, vier Stellen berücksichtigt werden. Kleine Ecken und Haken waren reichlich vorhanden und ein Miniaturpunkt war in einem der bunten Luftbilder versteckt, als quasi Sonderaufgabe sollten drei Punkte angefahren werden, wenn man möglichst dicht an ihnen vorbei fuhr - was von einigen auch fehlinterpretiert wurde. An sich hört sich das nicht schwierig an. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass für jeden Fehler nur 10 Strafpunkte vergeben wurden (obwohl eigentlich mehr Kontrollen fehlten oder in der falschen Reihenfolge waren), verwundert die durchweg relativ hohe Fehlerquote bei den teilnehmenden Teams. Worin bestand also die Schwierigkeit? Zunächst war der Beifahrer gut damit beschäftigt, den Fahrer durch die vielen kleinen Straßen und Feldwege zu lotsen, dann waren in manchen Aufgaben sehr viele Schwierigkeiten versteckt, in andern wiederum fuhr man lediglich die Strecke ab. Es war schwierig, einen Rhythmus zu finden - am Ende hat man dann doch eine Kleinigkeit übersehen, zumal man irgendwie trotz der 3,5 Stunden Fahrtzeit den Eindruck hatte, unter Zeitdruck zu stehen. Letztendlich kamen aber viele Teams mit reichlich Vorzeit im Ziellokal an.

Eine Sache sollte man durchaus mal hier diskutieren. Wie ist es denn eigentlich, wenn - Internet macht`s möglich - Luftbilder verwendet werden und z. B. eine Straße durch Bäume verdeckt ist. Muss man darunter die Straße vermuten, oder gilt es als Unterbrechung und muss umfahren werden? Die Königsteiner sahen jedenfalls keine Unterbrechung. Schreibt dazu mal  eure Meinung ins Forum.

Der Miniaturpunkt ist oben links im Dreieck, der rote Pfeil ist von mir eingefügt und kennzeichnet den von Bäumen verdeckten 
Weg. rechts sind Punkte in der normalen Größe dargestellt, die es nach dem Miniaturpunkt anzufahren gilt.

30 Minuten nach Eintreffen des letzten Fahrzeuges wurde die Siegerehrung vorgenommen. Für die Neulinge gab es schöne Pokale, für die Profis Wurst in Dosen. Sachpreise wurden für jeden ausgegeben, der den West-OM-Bewertungsbogen ausgefüllt hatte. Gesamtsieger wurden Tintrup / Walter mit 20 Punkten vor Grützenbach / Kramer und den im Lahnpokal bekannten Günther / Mattis mit jeweils 30 Punkten. Die Klasse der Young- und Oldtimer gewannen Nees / Schirmer und bei den Einsteigern siegten Manfred und Johanna Rohde.
TB

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