"17.
Elsetalrundfahrt"
des AMC Hoyel am 22.10.2006
Bericht
von Michael Zeuner
Da mich Karsten und
auch der sonstige fleißige Berichteschreiber Thomas gebeten haben, von
der obigen Veranstaltung einen Bericht zu schreiben, komme ich hiermit
dieser Bitte etwas verspätet nach.
Am 22.10.2006
veranstaltete der AMC Hoyel seine diesjährige Elsetalrundfahrt.
Insgesamt 35 Teams folgten der Einladung in das Startlokal
„Alt Riemsloh“ im Meller Stadtteil Riemsloh. Dabei lockten
wieder eine große Anzahl von Prädikaten, insbesondere natürlich die
Nord OM und die West OM. Da mein Stamm-Fahrer an diesem Wochenende ein
paar Bier im Kreise seines Formel 1 – Clubs trinken mußte, war ich
gezwungen, mir einen anderen Fahrer zu suchen. Mit dem 1. Vorsitzenden
des AC Melle, Ralf Bietendüwel, fand ich einen ortskundigen Fahrer, der
mich zudem mit 225 Turbo-PS seines
Seat Leons überraschte. Für die hervorragende Harmonie während der
Fahrt möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bei ihm bedanken.
Im Startlokal gab es
dann Durchführungsbestimmungen, die in 9 Punkten noch übersichtlich
genug gestaltet waren, kaum Fragen aufkommen und auf einen ausgewogenen
Schwierigkeitsgrad schließen ließen. Als Kopf der Warteschlange vor
dem Start (Startnummer 1) mußten wir zunächst der einheimischen Presse
Rede und Antwort stehen. Dann galt es eine Trockenaufgabe zu lösen, die
als Wertung bei Punktgleichheit hinzugezogen wurde. Die Aufgabe war
relativ einfach, so daß die beanspruchte Zeit eine große Rolle
spielte. Dann schickten uns Bürgermeister Josef Stock und Fahrtleiter
Karsten Kröger mit der Deutschlandfahne auf die Reise.
Die Unterlagen
bestanden aus 15 Aufgaben auf 7
Seiten, die per Ringbinder mit
Folie und Karton zu einem echten Bordbuch zusammengefaßt waren. Dabei
waren die Aufgaben
rot in farbige Kartenausschnitte eingedruckt. Diese hervorragende
Qualität der Unterlagen ist man ja schon seit Jahren von den 3 Clubs
des Landkreises Osnabrück – AC Artland, AC Bramsche und AMC Hoyel –
gewohnt.
Hatte man erst mal den
versteckten Punkt in der ersten Aufgabe entdeckt, ließen sich die anfänglichen
Aufgaben recht flüssig fahren. In Aufgabe 3 gab es dann eine
Chinesenrallye, die nach Übersichtskarte zu lösen war. Schwer zu sehen
war hier der Unterschied zum Kartenausschnitt im Bereich einiger Bauernhöfe.
Hier war als Schwierigkeit auch ein „I“ versteckt. Es folgte ein
Dreieck in Aufgabe 4, daß sich eigentlich links wie rechts rum fahren
ließ (das Schiedsgericht sah es nachher auch so), sowie
ein gesperrter Weg, den es zu umfahren galt.
Nun kam die Königsaufgabe
5: Zwei Punkte A und E, vier Striche ohne Numerierung sowie vier
Fischgräten als Aufgabenteile 1,3,5 und 7. Bei Fischgräten gab
es zudem einige Sonderbedingungen zu beachten. Mir war gleich klar: wenn
Du hier einen Fehler machst, suchst Du noch Weihnachten nach der Lösung.
Und gleich nach der ersten Fischgräte galt es zu messen, wie man zum nächsten
Aufgabenteil kam. Obenrum, untenrum oder doch zu dem anderen Strich? Das
Messen ergab ziemlich eindeutig: Der andere Strich wars. Die nächste
Fischgräte paßte und dann war alles aus. Eine halbe oder dreiviertel
Stunde suchten wir herum, fanden Kontrollen oder auch nicht, aber keine
Lösung.
Irgendwann haber wir
dann bei einer Kontrolle gleich mehrfach gestempelt, was diese doch sehr
erheiterte. Später erfuhr ich, daß die beiden während ihres Dienstes
als Kontrolle eine Kiste Bier leergemacht haben und nachher abgeholt werden mußten. Soviel Spaß hatten wir in
dem Bereich der Fahrt gerade nicht.
Mit mulmigen Gefühl
ging es irgendwann weiter. Die Lösung des Veranstalters im Ziellokal
war dann doch „untenrum“. Daß dies der längere Weg war, wurde aber
sofort eingesehen und die ganze Aufgabe neutralisiert.
Die Gefahr bei solch
langen Aufgaben ohne zwischenzeitlichen Anhaltspunkt ist eben immer, daß
sich einzelne Teilnehmer fürchterlich verheddern, auch wenn keine
Veranstalterfehler vorliegen.
Der Rest der Fahrt war
dann wieder flüssiger zu fahren, was bei der Länge von über 100 km
auch nötig war. Dabei waren weiterhin Aufmerksamkeit und Kondition
gefordert. Strichskizzen, Punktskizzen, Pfeilskizzen und Sprünge führten
uns nach 50 Minuten in Anspruch genommener Karenz ins Ziel.
Im Ziellokal gab es wie
immer ein gutes Essen. Einige Diskussionen kamen noch auf, da ein Pfeil
in einen gesperrten Weg führte, und das, obwohl die Straßenverkehrsordnung
absoluten Vorrang hatte. Das Schiedsgericht zeigte sich flexibel, berücksichtigte
die Argumente einiger Teilnehmer und
ließ auch die Lösung zu, die der StVO Vorrang vor dem Fahrtauftrag
gab.
Insgesamt möchte ich
die Veranstaltung als gelungen werten und ab jetzt über Aufgabe 5
schweigen. Man hat sich bemüht, eine nicht zu schwere Veranstaltung zu
machen, die dennoch eine Wertung ermöglichte. Dabei sollte man auch die
Qualität der Unterlagen herausstellen. Vielleicht war die Fahrt einigen
etwas zu lang (mir nicht), insbesondere als Nachtfahrt.
Sieger
wurde das Team Bietendüwel/Zeuner vor Tintrup/Walter und
Behning/Behning. Die Klasse B gewannen Detlef Hannes und Holger Wanner;
in der Klasse A siegten Inge und Peter Aufderheide sowie in der Klasse
YO Dr. Arnd Siebrecht und Dieter Hollmann.
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