19. Stadlander Pokalfahrt"
des MSC Rodenkirchen

am 15.10.05

- einfache Orientierung auf Folie -

Teilnehmerbericht

18 Teams konnten von Sportleiter Jürgen Rodewald und Fahrtleiter Heiko Hadeler im sonnigen Rodenkirchen begrüßt werden. Zwei DIN A-3-Kartenkopien in schwarzweiß sowie überschaubare Durchführungsbestimmungen bildeten die Grundlage der Fahrt. Als Sonderaufgabe sollte ein Gatter rückwärts möglichst dicht angefahren werden. Eine - wie sich später herausstellen sollte - entscheidende "Herausforderung". 
Die Aufgaben gab es am Start auf Transparentpapier. 10 Aufgaben mit Pfeil- und Strichskizzen sowie einem versteckten Punkt. In Aufgabe 1 ging es gleich mal über den bekannt-berüchtigten Marktplatz in Rodenkirchen. Alles aber kein Problem. In Aufgabe 2 sollte die kürzeste Gesamtstrecke gefahren werden. Auch beim kürzesten Weg von Aufgabenteil zu Aufgabenteil ergab sich die gleiche Lösung. Aufgabe 4 war schon schwieriger. Leider wurde ein kürzerer Weg übersehen, sodass neutralisiert werden musste. 
In Aufgabe 5 und 6 fuhr man im Wesentlichen zwei Kontrollen häufiger an. Hier waren die Anlieger (zwei einzeln stehende Gehöfte) ob des ungewohnten Verkehrsaufkommens etwas erbost. Ein Teilnehmerteam soll sich mit einem Anlieger "angelegt" haben. Ich kann nur jedem empfehlen, erstens nicht zu forsch im Bereich von sich draußen befindlichen Personen zu fahren und zweitens, wenn man auf erboste Anlieger stößt, sich auf gar keine Diskussion einzulassen, sondern sich freundlich und möglichst ruhig aus der Affäre zu ziehen. Das ist manchmal nicht einfach, doch führen hochgebauschte Emotionen auch nicht zum Ziel. In unserem Fall musste sich der Veranstalter dann mit dem Anlieger telefonisch auseinandersetzen - sicherlich keine angenehme Sache.
Die restlichen Aufgaben boten keine sonderlichen Schwierigkeiten. In der letzten Aufgabe war ein Punkt versteckt. Die OK 10, die der Veranstalter deshalb zweimal haben wollte, musste man nicht nehmen, da ein kürzerer Weg übersehen wurde. Somit war es egal, ob man den Punkt nun gesehen hatte oder nicht.
Strittig war noch eine Kreuzung in Aufgabe 4 bzw. 7. Einige meinten, dass man in Aufgabe 4 etwas über die Kreuzung hinaus geschickt worden wäre, sodass man in Aufgabe 7 einen Umweg fahren musste, um nicht gegenläufig fahren zu müssen und bei der Kreuzung dann abbiegen zu können. Hier wurde das Schiedsgericht einberufen, das, obwohl beide Teilnehmer-Mitglieder des Gremiums die Lösung des Veranstalters ohne Umweg gefahren sind, gegen sich entschied und empfahl, in dieser unschönen Ecke, bei der eine fifty-fifty-Entscheidung getroffen werden musste, beide Lösungen gelten zu lassen.
Schade nur, dass ein Ori-Beifahrer versuchte, durch ziemlich unangemessene Äußerungen die Entscheidung des Gremiums, während es tagen wollte, zu beeinflussen. Ich habe es oben schon mal geschrieben: Aufgebauschte Emotionen bringen gar nichts.
Sechs von zwölf B/C-Teams schafften die Fahrt am Ende fehlerfrei, einer handelte sich eine Minute Karenz ein. Bei den übrigen fünf entschied dann bewusste Sonderaufgabe. Leider zieht der ADAC Weser-Ems immer noch die Tageswertung inklusive Sonderaufgabe für den Orientierungssportpokal heran, sodass die Sonderaufgabe die Wertung maßgeblich entscheiden kann. Als Sonderaufgabe sind Gleichmäßigkeitsprüfungen oder "Trockenübungen" (Ori-Aufgaben in fiktivem Gelände) auf Zeit sicherlich besser geeignet. Noch besser sind Aufgabenstellungen, die etwas anspruchsvoller gestaltet sind, damit die Sonderaufgabe möglichst nicht zum Tragen kommt. 
Gesamtsieger der Fahrt wurden Carsten Kröger und Jutta Brünger - die ihren ersten Gesamtsieg einfuhren. Dahinter platzierten sich in der Klasse C Bade/Leymann, Treuke/Zeuner und Behning/Behning mit jeweils 0 Strafpunkten, 0 Karenz. In der Klasse B siegten Rabe/Rabe ebenfalls mit 0 Fehlern. Die Platzierung der Anfänger wird noch nachgereicht.
Im Weser-Ems-Pokal konnten Treuke/Zeuner durch die Gatterentscheidung aufholen, In der NordOM bleibt alles weiter offen, wobei bei zwei verbleibenden Fahrten Treuke/Zeuner, wie auch Behning/Behning nur noch einen Punkt von der Idealpunktzahl entfernt sind.

TB

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