„21. NAC-Winter-Ori"
am 12.02.05

- 125 km in drei Stunden? -

Teilnehmerbericht

32 Teilnehmer konnte Günter Goworek mit seinem Organisationsteam zum ersten Lauf der West-OM begrüßen. Zunächst mussten im Startlokal direkt am Rhein vier Seiten Fahrerbrief verdaut werden. Die Fahrerbesprechung des NAC Duisburg gab weitere Hinweise, die zur Klärung beitragen sollten. Eine Übersichtskarte im ungefähren Maßstab 1:95.000 sollte Aufschluss über den Streckenverlauf geben. Die Fahrt war in drei OEs eingeteilt, es zählte jedoch nur die Gesamtfahrzeit. Die Fahrtaufgaben für die folgende Etappe gab es jeweils bei der DK. Gegenläufiges Fahren und Kreuzen war weitgehend erlaubt. Es sollte auf kürzestem Weg gefahren werden. Die A 42 durfte nur bei Unterführungen gekreuzt werden. 
Soweit, so gut. Die recht schlechten schwarzweißen Kartenkopien erforderten gute Ortskenntnis, um die Aufgaben zügig lösen zu können. Man sollte sich nicht dagegen sträuben, die Autobahn mit in die Lösung einzubeziehen. Im Kartenbild unübersichtlich dargestellte Auffahrten mussten als eindeutige doppellinige Wege akzeptiert werden. Sperrschilder veranlassten des öfteren zum Neuaufbau der Strecke - was teilweise eher nervig, als ergiebig war. Doch die Geschmäcker sind verschieden. Ansonsten konnte man die farbig gedruckten Aufgabenteile gut erkennen. Schnell wurde deutlich, dass bei dieser Fahrt zügig gefahren werden musste, da Aufgaben, wie z. B. Aufgabe 8, die aus drei Punkten bestand, schon mal eine halbe Stunde Zeit kosteten: Strecke planen, Sperrschild erreichen, neu aufbauen, ein zwei Lösungen testen, neue Sperrungen entdecken, Umdenken, Kontrollen suchen, über Wahrscheinlichkeit der Lösung nachdenken, Zweifel abtun und trotzdem testen, Schild finden, glücklich sein und dennoch einen Fehler machen ...
Die Geister schieden sich am Industriegebiet "Genend". Hier waren neue Straßen erst nach dem Befahren vorhanden. Ein nicht vollständig gefahrener Kreisverkehr war später auch nicht vollständig vorhanden. Kreisverkehre sollten aber lt. Fahrerbrief keinen Kartenfehler darstellen. Da sie aber auch nicht vorhanden waren, war es kein Kartenfehler im Sinne des Veranstalters. Alles klar? Das Schiedsgericht entschied, alles so zu belassen, wie der Veranstalter es geplant hatte. Zum Schluss, wie auch in Aufgabe 8 durfte die einmal gefahrene Fahrspur nicht gekreuzt werden. Eine schöne Variante, die schon einen erhöhten Anspruch darstellte.
Im Ziellokal angekommen wurde man mit reichlich Papier verwöhnt. Jedes Team bekam die Idealbordkarte, eine genaue Auswertung aller Kontrollen, eine nachvollziehbare Lösung der Aufgaben und letztendlich eine Ergebnisliste. Keiner musste aufstehen, was allerdings nach viereinhalbstündiger Fahrt ganz gut getan hätte.
Es siegten Maresch/Witte vor Freund/Sieper und Duncker/Wanner. Besonders erwähnenswert ist der fünfte Platz von Rörig/Jessen, die aus Passau kommend die West-OM kennen lernen wollten und sich auf Anhieb hervorragend platzieren konnten. Die genauen Ergebnisse sind beim NAC Duisburg zu finden.

TB

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