„16. Elsetalrundfahrt" des
AMC Hoyel
am 22.10.05
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Wer fährt so spät durch Nacht und Wind?
Es sind die Orifahrer, die unter Zeitdruck sind! -
Teilnehmerbericht
38 Teams konnte
Fahrtleiter Carsten Kröger in der Firma KH-Systemmöbel zur
Papierabnahme und anschließender Fahrerbesprechung begrüßen. Mit
fünf Prädikaten war die Elsetalrundfahrt des AMC
Hoyel ausgezeichnet. Die Durchführungsbestimmungen, die für alle
Klassen gelten sollte, war sicherlich für Anfänger eine
Überforderung. Per Beispiel am Aushang und später bei den Aufgaben
wurde eine Strich-Punkt-Strich-Skizze erklärt. Die Erklärung reichte
zur Lösung der entsprechenden Aufgabe aus. Bei dieser Art der
Aufgabenstellung muss schon sehr viel Aufhebens gemacht werden, um
Unklarheiten zu vermeiden. Die Frage stellt sich, ob sich der Aufwand,
wie in unserem Fall, für eine Aufgabe lohnt. Aus gutem Grund hat man
sich im ADAC Weser-Ems schon vor geraumer Zeit dazu entschieden, keine
Strich-Punkt-Strich-Skizzen mehr als Aufgabe zu stellen.
Als Sonderaufgabe war auf dem Weg vom Vorstart zum Start eine
Gleichmäßigkeitsprüfung zu fahren: Ein Rundkurs über ca. 1 km. In
der ersten Runde legte man sich eine Zeit vor, die dann in der zweiten
Runde zu halten war. Die Differenz zählte. Eine gute Sache, nur wurden
zu viele Teilnehmer in den Rundkurs gelassen, sodass durch die
unterschiedlichen Zeiten, die sich alle gegeben haben, zu viel Verkehr
vor der Lichtschranke war und auch dadurch nicht alle die angepeilte
Zeit schafften.
Am Start gab es ein gebundenes Bordbuch in Farbe mit rot eingedruckten
Aufgabenteilen, dazu passte die farbige Übersichtskarte ebenfalls in
topp Qualität. Die Aufgaben waren für B&C abwechslungsreich und
nicht in übermäßig hohem Schwierigkeitsgrad gestaltet. Ein Knackpunkt
ergab sich durch den Umstand, dass die Straßen, die am Kartenrand
endeten, als nicht durchgehend angesehen werden sollten. Zwei Chinesen
und eine Fischgräte passten dadurch an einer Stelle nicht, da diese
Wege dann eigentlich nicht berücksichtigt werden durften. Die ca. 100
km lange Strecke sollte in drei Stunden Fahrtzeit abgespult werden. Es
gab eine halbe Stunde mehr Karenz als üblich, was einige auch nahezu
voll ausnutzten. In der letzten Aufgabe, die alle unter Zeitdruck
absolvierten, war dann noch einiges versteckt: Beim ersten Strich die
zweite Parkplatzausfahrt nehmen (eine SK bestätigte dies), dann den im
Schriftzug Ziel versteckten Strich fahren (OK) und das folgende
Sperrschild nicht übersehen (SK = Folgefehler), nun den Zielstrich
fahren, dadurch am Ziel vorbeifahren, die von weitem sichtbare
Wendekontrolle notieren und trotzdem bis dahin fahren, um auf dem
Rückweg zum Ziel die OK 9 zu bekommen. Abgerundet wurde diese Aufgabe
dadurch, dass das Zielschild laut Veranstalter aus vier nebeneinander
stehenden OKs bestehen sollte, die sämtlich als Z, I, E, L in die
Bordkarte einzutragen gewesen wären (wurden wie eine Kontrolle
bestraft). Das gab es wohl noch nie und es gehört schon Mut dazu, sich
darauf einzulassen. Quintessenz der 16. Elsetalrundfahrt: Du kannst
ruhig was verkehrt machen, wichtig ist, dass die letzte Aufgabe stimmt,
da hier die meisten Strafpunkte zu bekommen waren.
Viele Strafpunkte gab es auch in den Klassen mit
Anfängeraufgabenstellung. Ein Blick darauf bestätigte die Vermutung,
dass hier Aufgaben angeboten wurden, die bei anderen Fahrten der NordOM
als B/C-Aufgabenstellung durchgegangen wären. Trotzdem gewannen Lenger/Bietendüwel
die Klasse A=Anfänger fehlerfrei und mit deutlichem Abstand vor den
Zweitplatzierten Bredenförder/Bredenförder mit 70 Strafpunkten. Die
Klasse B gewannen mit 40 Strafpunkten Bleeke/Bleeke. Mannschaftssieger
wurde der AC Bramsche. In der Klasse C gab es ein Auf und Ab, was die
Meisterschaftsentscheidungen anging. Treuke/Zeuner wie auch
Behning/Behning patzten in der letzten Aufgabe, Tintrup/Walter in
Aufgabe 11. Im Aushang standen alle drei Teams mit 30 Fehlerpunkten.
Für den Gesamtsieg wurden Treuke/Zeuner mit Pokalen belohnt. Tintrup/Walter
lagen auf Platz zwei. Behning/Behning bekamen kurz vor der Siegerehrung
noch zusätzliche 10 Strafpunkte. Damit können wir Treuke/Zeuner zum
Gewinn der Norddeutschen
Orientierungsmeisterschaft, wie auch der Niedersächsischen
Meisterschaft im Orientierungssport gratulieren. Tintrup/Walter
hatten schon zuvor die Westdeutsche
Meisterschaft für sich entschieden und sind nun noch auf der Jagd
nach der Idealpunktzahl.
TB
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