16. Elsetalrundfahrt" des AMC Hoyel
am 22.10.
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- Wer fährt so spät durch Nacht und Wind? 
Es sind die Orifahrer, die unter Zeitdruck sind!  -

Teilnehmerbericht

38 Teams konnte Fahrtleiter Carsten Kröger in der Firma KH-Systemmöbel zur Papierabnahme und anschließender Fahrerbesprechung begrüßen. Mit fünf Prädikaten war die Elsetalrundfahrt des AMC Hoyel ausgezeichnet. Die Durchführungsbestimmungen, die für alle Klassen gelten sollte, war sicherlich für Anfänger eine Überforderung. Per Beispiel am Aushang und später bei den Aufgaben wurde eine Strich-Punkt-Strich-Skizze erklärt. Die Erklärung reichte zur Lösung der entsprechenden Aufgabe aus. Bei dieser Art der Aufgabenstellung muss schon sehr viel Aufhebens gemacht werden, um Unklarheiten zu vermeiden. Die Frage stellt sich, ob sich der Aufwand, wie in unserem Fall, für eine Aufgabe lohnt. Aus gutem Grund hat man sich im ADAC Weser-Ems schon vor geraumer Zeit dazu entschieden, keine Strich-Punkt-Strich-Skizzen mehr als Aufgabe zu stellen.
Als Sonderaufgabe war auf dem Weg vom Vorstart zum Start eine Gleichmäßigkeitsprüfung zu fahren: Ein Rundkurs über ca. 1 km. In der ersten Runde legte man sich eine Zeit vor, die dann in der zweiten Runde zu halten war. Die Differenz zählte. Eine gute Sache, nur wurden zu viele Teilnehmer in den Rundkurs gelassen, sodass durch die unterschiedlichen Zeiten, die sich alle gegeben haben, zu viel Verkehr vor der Lichtschranke war und auch dadurch nicht alle die angepeilte Zeit schafften.
Am Start gab es ein gebundenes Bordbuch in Farbe mit rot eingedruckten Aufgabenteilen, dazu passte die farbige Übersichtskarte ebenfalls in topp Qualität. Die Aufgaben waren für B&C abwechslungsreich und nicht in übermäßig hohem Schwierigkeitsgrad gestaltet. Ein Knackpunkt ergab sich durch den Umstand, dass die Straßen, die am Kartenrand endeten, als nicht durchgehend angesehen werden sollten. Zwei Chinesen und eine Fischgräte passten dadurch an einer Stelle nicht, da diese Wege dann eigentlich nicht berücksichtigt werden durften. Die ca. 100 km lange Strecke sollte in drei Stunden Fahrtzeit abgespult werden. Es gab eine halbe Stunde mehr Karenz als üblich, was einige auch nahezu voll ausnutzten. In der letzten Aufgabe, die alle unter Zeitdruck absolvierten, war dann noch einiges versteckt: Beim ersten Strich die zweite Parkplatzausfahrt nehmen (eine SK bestätigte dies), dann den im Schriftzug Ziel versteckten Strich fahren (OK) und das folgende Sperrschild nicht übersehen (SK = Folgefehler), nun den Zielstrich fahren, dadurch am Ziel vorbeifahren, die von weitem sichtbare Wendekontrolle notieren und trotzdem bis dahin fahren, um auf dem Rückweg zum Ziel die OK 9 zu bekommen. Abgerundet wurde diese Aufgabe dadurch, dass das Zielschild laut Veranstalter aus vier nebeneinander stehenden OKs bestehen sollte, die sämtlich als Z, I, E, L in die Bordkarte einzutragen gewesen wären (wurden wie eine Kontrolle bestraft). Das gab es wohl noch nie und es gehört schon Mut dazu, sich darauf einzulassen. Quintessenz der 16. Elsetalrundfahrt: Du kannst ruhig was verkehrt machen, wichtig ist, dass die letzte Aufgabe stimmt, da hier die meisten Strafpunkte zu bekommen waren.
Viele Strafpunkte gab es auch in den Klassen mit Anfängeraufgabenstellung. Ein Blick darauf bestätigte die Vermutung, dass hier Aufgaben angeboten wurden, die bei anderen Fahrten der NordOM als B/C-Aufgabenstellung durchgegangen wären. Trotzdem gewannen Lenger/Bietendüwel die Klasse A=Anfänger fehlerfrei und mit deutlichem Abstand vor den Zweitplatzierten Bredenförder/Bredenförder mit 70 Strafpunkten. Die Klasse B gewannen mit 40 Strafpunkten Bleeke/Bleeke. Mannschaftssieger wurde der AC Bramsche. In der Klasse C gab es ein Auf und Ab, was die Meisterschaftsentscheidungen anging. Treuke/Zeuner wie auch Behning/Behning patzten in der letzten Aufgabe, Tintrup/Walter in Aufgabe 11. Im Aushang standen alle drei Teams mit 30 Fehlerpunkten. Für den Gesamtsieg wurden Treuke/Zeuner mit Pokalen belohnt. Tintrup/Walter lagen auf Platz zwei. Behning/Behning bekamen kurz vor der Siegerehrung noch zusätzliche 10 Strafpunkte. Damit können wir Treuke/Zeuner zum Gewinn der Norddeutschen Orientierungsmeisterschaft, wie auch der Niedersächsischen Meisterschaft im Orientierungssport gratulieren. Tintrup/Walter hatten schon zuvor die Westdeutsche Meisterschaft für sich entschieden und sind nun noch auf der Jagd nach der Idealpunktzahl.

 TB

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