"20. Nachtorientierungsfahrt um den Wiechmann-Pokal" des MSC Siedenburg
am 17.04.2004

- fehlerfreie Veranstaltung -

Teilnehmerbericht

Seit Jahren ist die Veranstaltung des MSC Siedenburg ein Muss für Nord-OM-Fahrer, da Fahrtleiter Gerd Oeckermann gute Orientierung mit immer wieder neuen Aufgabenideen bietet und sein Organisationsteam einen professionellen Ablauf gewährleistet.

Auch dieses Jahr sollten die leider nur 18 Teams nicht enttäuscht werden. Schwarzweiße Kartenkopien und die unmaßstäblichen aber farbigen Darstellungen der Aufgaben entsprachen in ihrer Qualität nicht ganz dem mittlerweile in der Nord-OM erreichten Standart. Ein Aufgabenblatt mit 11 Fahrtaufträgen für Klasse B/C überraschte zunächst, doch sollte sich herausstellen, dass ein Großteil der Aufgaben anspruchsvolle Orientierung beinhaltete. Gefahren wurde natürlich nach Grundausschreibung, bei Fischgräten zählten nur die noch einzufahrenden Straßen und Wege, einmal gefahrene Straßen und Wege galten nach der Aufgabe als Hauptweg vorhanden. Auf Bundesstraßen durfte nur nach rechts eingebogen werden.

Zwischen Aufgabe 1 und 2 durfte beim Fahren der Überlappung die Kreisgrenze nicht überschritten werden.  Aufgabe 2 bot, abgesehen von einem Parkplatz, keine weiteren Schwierigkeiten. Nur die Darstellung der nicht ganz leuchtend rot gezeichneten Pfeile auf der rotbraunen Bundesstraße erschwerte einigen Teams die Lösung. Aufgabe 3 war klassisch und gut. Ein Punkt lud zum Vorholen ein, der folgende Pfeil war näher. Dass die Anfänger hier anders herum fuhren irritierte, da für diese extra eine SK eingerichtet wurde, das für B/C folgende Schild beruhigte die Gemüter. 
Die Lösung der Aufgabe 4 war bis zum Schluss umstritten. Hier sollte in einem Dreieck ein längerer Weg gefahren werden, da ein Schenkel des Dreiecks nicht im Kartenbild vorhanden war und Wege, die nicht in der Karte vorhanden sind, nur wenn es zwingend vorgeschrieben ist gefahren werden durften und zudem erst nach der Aufgabe vorhanden waren. Schwer zu beschreiben und schwer zu verstehen. Nur ein Team löste diese Aufgabe richtig, allerdings mehr intuitiv als begründet. 
Aufgabe 5 war mit der Fischgräte nach Natur sehr komplex. Gerd Oeckermann gab hier zwar Anfang und Ende der Fischgräte an, doch war das Ende nicht am Ende der Fischgräte, sondern musste, wie auch bei den folgenden Fischgräten, zusätzlich noch angefahren werden. Dies ist nicht ganz im Sinne der Grundausschreibung. Zweimal wirkte sich in dieser Aufgabe ein Sperrschild aus, durch das zwei Kontrollen genommen werden mussten. Zudem war es wichtig, dass die hier nach Natur gefahrenen Wege erst nach Lösung der Aufgabe in der Karte zur Verfügung standen. Aufgabe 6 überlappte, ansonsten ging es wie in der folgenden Aufgabe lediglich geradeaus. Aufgabe 8 beinhaltete wieder eine Fischgräte, auch hier war das Vorhandensein der gefahrenen Wege nach der Aufgabe von Bedeutung. In Aufgabe 9 durfte eine in Aufgabe 2 genutzte Strecke nicht gegenläufig gefahren werden. Wer die erste Gegenläufigkeit übersah, dem fehlten gleich 2 Schilder, da beim Umfahren noch eine weitere Möglichkeit, gegenläufig zu fahren, umgangen werden musste. Aufgabe 10 führte nochmals in die gleiche Ecke mit nahezu gleicher Schwierigkeit. Die letzte Aufgabe begann mit einer Fischgräte und man durfte nur nach rechts auf die Bundesstraße auffahren.

Am Ziel angekommen, war man sich einig, eine gute Veranstaltung gefahren zu sein, wenngleich während der Fahrt durch Kontrollen, die der Anfängerklasse vorbehalten waren und durch die Aufteilung der übrigen Kontrollen nicht unbedingt das Gefühl auftrat, den richtigen Weg gefunden zu haben.

Die ausgehängten Idealstrecken mit entsprechenden Erklärungen waren gut nachzuvollziehen. Die Auswertung der fehlerfreien Fahrt wurde sehr schnell abgeschlossen. Nach der Siegerehrung wurde die fertige Ergebnisliste verteilt.

Gesamtsieger wurden Behning/Behning (AC Bramsche) vor Bade/Leymann (MSG Sulinger Land) und den Siegern der Klasse B Kröger/Brünger vom AMC Hoyel. Die Klasse A gewannen Mester/Mester aus Cuxhaven. Mannschaftssieger wurde der Burgdorfer MC.

Mester/Mester bauten ihre Führung in der Anfängerwertung der Norddeutschen Orientierungsmeisterschaft mit dem dritten Sieg in Folge aus. Die im Nordrhein-Westfälischen Dülken um die West-OM fahrenden Treuke/Zeuner konnten ihre Führung in der Klasse B/C der Nord-OM nicht verteidigen und gaben diese an Behning/Behning ab.

TB

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