„Quer durchs Artland 2004“ des AC Artland am 24.04.04- anspruchsvolle und faire Orientierung -TeilnehmerberichtEin hochkarätiges Teilnehmerfeld von 38 Fahrzeugen setzte sich aus den Schleswig-Holsteinischen Ori-Cracks, aus der nahezu vollständig angetretenen West-OM-Elite und den Spezialisten des Niedersächsischen Orientierungssports zusammen. Wenn der AC Artland einlädt, muss man einfach dabei gewesen sein, da Jörg Treuke und Michael Zeuner für anspruchsvolle und vor allem fair gemachte Aufgabenstellungen bekannt sind. Neben der Grundausschreibung sollten 7 Punkte Beachtung finden. Die nur für Klasse B/C aufgeführten Punkte 6 und 7 hatten es in sich: Das jeweils 5. Aufgabenteil war, sofern nicht nummeriert oder mit A oder E versehen, unmittelbar hintereinander zweimal zu fahren. Chinesen, komplette Fischgräten und nummerierte Pfeile durften nach dem geforderten Befahren nicht noch einmal an der selben Stelle in der selben Richtung ununterbrochen gefahren werden. Alles klar? Man brauchte schon einige Zeit, dieses zu verinnerlichen und fast jedem Team sind gerade bei diesen beiden Punkten Flüchtigkeitsfehler während der Fahrt unterlaufen. In der 20 Minuten vor dem Start stattfindenden Teilnehmerbesprechung informierte Jörg Treuke nochmals über Besonderheiten. Am Start gab es ein astreines, gebundenes Bordbuch mit qualitativ äußerst hochwertigen farbigen Kartenausschnitten sowie in 20 Aufgaben rot eingedruckte Aufgabenteile. Die Übersichtskarte, eine DIN A3-Kopie im 25.000er Maßstab, war in guter Qualität schwarzweiß kopiert. Jörg und Michael gestalteten mit den Standartaufgaben, einer Streckenskizze, einem Pfeilwurm, einigen Ausschnittsvergrößerungen und drei Kartenfehlern eine sehr abwechslungsreiche Aufgabenstellung. In nahezu jeder Aufgabe musste eine Fülle von Regeln umgesetzt werden, wobei sich durchaus eine vom Aufwand her unwahrscheinliche Lösung als richtig herausstellen konnte, da Wendekontrollen große Umwege vermeiden halfen. Ein besonderes Highlight war der Windpark "Bünner Wohld". Auf unmaßstäblich vergrößerten Kartenausschnitten ging es mit Punkten, Strichen, Chinesen und Fischgräten einige Male hin und her, da gegenläufiges Fahren erlaubt war. Am Ziel sollte eine Trockenübung als Sonderaufgabe auf Zeit gelöst werden. Im schönen Ziellokal, angekommen, war man sich bei gutem Essen und freundlicher Bedienung einig, eine der besten Fahrten der laufenden Ori-Saison gefahren zu sein. Der AC Artland wollte für jeden vorausgedachten Teilnehmerfehler 10 Strafpunkte vergeben. Die Kontrollen standen auf der Strecke aber oftmals so, dass laut Idealbordkarte mehr als nur eine Fehlkontrolle pro Fehler auftauchte. Zudem wurden noch Fehler gemacht, auf die vorher wirklich niemand kommen konnte. Das schnelle Auswertungsteam strich zwar die überzähligen Fehlkontrollen, doch geht durch diese Art der möglichst gerechten Fehlerbewertung die Bestätigung während der Fahrt auf dem richtigen Weg zu sein, verloren, was leicht zu Verunsicherungen führt. Und verunsichert wird niemand gerne. Gegen 22:00 Uhr wurde die Siegerehrung der perfekt organisierten und fehlerfrei aufgebauten "Quer durchs Artland 2004" vorgenommen. Im Jubiläumsjahr des AC Artland wurden sehr viele Pokale ausgegeben. Gesamtsieger wurden mit 90 Strafpunkten Tintrup/Walter, die nun zum vierten Mal hintereinander in der West-OM siegten und nahezu uneinholbar diese Meisterschaft dominieren. Für Platz zwei bis sechs entschied die Länge der in Anspruch genommenen Karenz sowie einmal die Sonderaufgabe. Schnellste mit 100 Strafpunkten waren die Gesamtzweiten Behning/Behning, die damit weiter in der Nord-OM führen. Dritte wurden Maresch/Witte. Die Klasse B gewannen souverän Beckers/Willms. In der Klasse A setzten sich Sadhoff/Pöhlmann vor Heibült/Heibült und Mester/Mester durch. In der Oldtimerklasse siegten Osterloh/Osterloh. Mannschaftssieger wurde in der Klasse A "Cuxhaven/Oldenburg". In der Klasse B/C platzierte sich der AC Bramsche knapp vor der "Ori Gang". TB |
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