Insgesamt fünf Prädikate
lockten an diesem leider verregneten Samstag 31 Teilnehmer zum dritten Lauf der Norddeutschen
Orientierungsmeisterschaft. Michael Zeuner und Jörg Treuke boten mit der
Orientierungsfahrt des AC Artland Orientierungssport vom Feinsten. Die
Rahmenbedingungen stimmten, das Hofcafé Elting-Bußmeyer sorgte für
freundliche Bedienung und gute Verpflegung. Spannend sollte es sein, wie sich
beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison die Nord-OM-Fraktion gegen die
starke Konkurrenz aus dem Bereich der West-OM
durchsetzen kann.
Die Durchführungsbestimmung war deutlich formuliert. Neu war das Verbot des
Amerikanischen Abbiegens. Wie beim AC Artland üblich, wurden die zehn Punkte
der Durchführungsbestimmung durch weitere schriftliche Vorgaben auf den
Fahrtunterlagen ergänzt. So durften doch gelegentlich Nebenwege oder die
Bundesstraße gegenläufig befahren werden. Zwei Aufgaben bildeten eine
"neutrale Strecke", die Verbindung beider Aufgaben hingegen war
absolut nicht neutral. Man musste also immer alles sehr genau lesen.
Insgesamt 21 farbig gedruckte Aufgaben waren abwechslungsreich gestaltet. Bei
dem einen oder anderen "Haken" hätte man sich vielleicht noch eine
Kontrolle gewünscht, das Fahrtleiterteam hatte sie wohl zu Gunsten der
Bewertungsgerechtigkeit "geopfert". Die 25.000er Übersichtskarte
musste nur zum Einmalen der immer in voller Länge zu fahrenden Pfeile genutzt
werden, die Aufgaben und deren Verbindungen waren nach den Kartenausschnitten zu
fahren. Dabei ergaben sich schon die ersten Hürden, da man die Ausschnitte sehr
zielgerichtet zugeschnitten hatte und somit der eine oder andere Umweg nötig
wurde. Wir haben gelernt, dass in "Groß Mimmelage" am bekannten
Parkplatz jetzt ein blauer Fahrtrichtungspfeil steht. Wer so wie wir das weithin
leuchtende U aufgeschrieben hat, hielt sich nicht an die StVO. Besonders
schwierig waren die kurz gehaltenen Fischgräten. Hier durften nur die Hauptwege
Beachtung finden, die noch durchgehend befahren werden konnten. Es zählten also
auch diejenigen Wege nicht mit, bei denen ein verbotenes Teilbefahren der Pfeile
notwendig wäre. Aufgabe 15 verursachte einiges Kopfzerbrechen. Musste hier doch
zunächst erkannt werden, dass unter Pfeil 2 ein Nebenweg war, da brauchte man
die Übersichtskarte doch noch. Aufgabe 13 und 14 waren die schon angesprochenen
"neutralen Strecken", die man gegenläufig fahren durfte, sich aber
durch die Verbindung eine Straße zumachte. Nach Aufgabe 14 durfte die
Bundesstraße gegenläufig gefahren werden. Viele Dinge mussten also Beachtung
finden, um in Aufgabe 15 den ersten Pfeil anfahren zu können, es wurden hier
einige Fehler gemacht. Aufgabe 18 und 19 führten über das Gelände einer
Genossenschaft. Hier bot das Fahrtleiterteam gut vergrößerte Skizzen, sodass
der Fahrtauftrag deutlich zu erkennen war. Mit Aufgabe 21 sollte das Ziel nach
Übersichtskarte angefahren werden. Eine in der Übersichtskarte zugemalte Straße
musste umfahren und der erste Pfeil der Veranstaltung durfte nicht teilbefahren
werden, eine Wendekontrolle ersparte uns einen weiten Weg.
Die Aushänge im Ziel waren aussagekräftig, die Auswertung verlief zügig. In
der Klasse A konnten sich Michael Siever / Michael Sauermann (OC Delmenhorst)
punktgleich vor Simone Rathje / Daniel Böhmann (AC Bramsche) platzieren. Es
entschieden 3 cm in der Sonderaufgabe. In der Klasse B setzten sich Wilfried Böhmann
/ Werner Schick (AC Bramsche) durch. Punktgleich mit dem zweitplatzierten Team
(Peter Tintrup / Norbert Walter, RT Albatros) aber ohne Karenz konnten Kurt und
Thomas Behning (AC Bramsche) ihren Gesamtsieg feiern. Die Nord-OM-Fraktion
setzte sich also, zumindest was die Klassensiege anbelangt, gegen die starke
Konkurrenz aus dem Bereich der West-OM durch, wobei Kurt als zweimaliger
Westdeutscher Meister sicherlich auch zur West-OM-Fraktion zu zählen ist.
Zum Schluss noch ein herzliches Dankeschön an alle Kontrollposten! Trotz der Nässe
und des Windes haben sie ihren Teil dazu beigetragen, dass allen Teilnehmern
Orientierungssport vom Feinsten geboten werden konnte.
TB