Der zweite Lauf zur Norddeutschen Orientierungsmeisterschaft konnte ein Teilnehmerfeld von 21 Fahrzeugen aufweisen. Gerd Oeckermann hatte anspruchsvolle, farbig gedruckte Aufgaben zusammengestellt, deren besondere Qualität darin bestand, dass man Fehler machen konnte, ohne diese während der Fahrt zu bemerken - es gab jeweils eine sinnvoll erscheinende, wenn auch falsche Lösung. Der Spaßfaktor ging im Auto dadurch nicht verloren. So konnte zum Beispiel das Team Thiesing/Schrader ihrem Ziel, mit Spaß und Speed die Fahrt zu bewältigen, gerecht werden. Am Ende waren sie mit die ersten im Ziellokal und es sprang sogar der zweite Gesamtrang heraus.
Schon die
Durchführungsbestimmungen hatte es in sich. Wer hier richtig gelesen hatte, war
klar im Vorteil: Zwischen den Aufgaben durften nur Hauptwege gefahren werden.
Wer in Aufgabe 8 Aufgabenteil 1 über die Landesstraße angefahren hatte,
kassierte 20 Punkte zwischen Aufgabe 16 und 17 wurden dafür 10 Punkte vergeben.
Kein Team konnte diese Hürde meistern.
"Einmal gefahrene Wege, die nicht in der Karte vorhanden sind, gelten nach
der Aufgabe als Hauptwege in der jeweiligen Karte vorhanden." Neu ist hier,
dass - nicht wie sonst üblich - nach dem Befahren, sondern erst nach der
gesamten Aufgabe der jeweilige Weg vorhanden ist. 10 Punkte in Aufgabe 3 und 20
Punkte in Aufgabe 14 waren die Ausbeute derjenigen, die dies nicht so erkannt
haben. In Aufgabe 18 hatte der Veranstalter selbst einmal nicht daran gedacht.
Dies wurde anstandslos korrigiert.
Bei Fischgräten und Chinesenzeichen sollten nur die Straßen und Wege berücksichtigt werden, die noch eingefahren werden durften. Bei Chinesenzeichen sogar nur die, die tatsächlich noch eingefahren werden konnten, also nicht durch ein Verbotsschild oder eine Sperrung ausfielen. Zusätzlich wurden bei Fischgräten Hofeinfahrten berücksichtigt, während bei Chinesenzeichen Hofeinfahrten unberücksichtigt bleiben sollten. 6 Fischgräten und drei Chinesenzeichen tauchten im Laufe der Veranstaltung auf. Die Fischgräte in Aufgabe 12 passte leider nicht. Ein Weg, der durch Kreuzen ausfiel wurde trotzdem gezählt. Die letzten drei Fischgräten gingen alle über den gleichen Parkplatz (Üpsen). Hier hatte Gerd wohl etwas zu viel des Guten getan. In Üpsen entschied sich zwar nicht die Fahrt, doch potenzierten sich hier einmal gemachte Fehler.
Während sich Jansen/Zeuner (AC Artland) mit 30 Punkten deutlich gegen Thiesing/Schrader (MSG Sulinger Land) und Gerken/Hollmann (Burgdorfer MC) mit jeweils 120 Punkten durchsetzen konnten, blieb dem bislang in der Nord OM führenden Team Treuke/Behning (AC Artland/AC Bramsche) mit 130 Punkten nur Platz vier. Die Klasse A gewannen Uwe und Nele Heibült aus Bremen, in der Klasse B waren Carsten Kröger und Ralf Schlimper (AMC Hoyel) erfolgreich. Mannschaftssieger wurde AC Artland/AC Bramsche vor der Ori Gang.
TB